Baugenehmigungsprozesse auf dem Weg in die Digitalisierung

Teil 1: Organisation und Prozessabläufe

Exklusiv
Deutsches Ingenieurblatt 3/2021
Management
Digitalisierung

Baugenehmigungsprozesse sind ein wesentlicher Eckpfeiler in der Entwicklung von Bauprojekten. Sie regeln die staatliche Aufsicht und Kontrolle von Bauvorhaben, bevor mit der Genehmigung zum Baubeginn wesentlich größere volkswirtschaftliche Ressourcen eingesetzt werden als in der Planungsphase. Baugenehmigungsprozesse sind in der wissenschaftlichen Literatur bisher nur wenig untersucht worden, obwohl in ihnen viele Potenziale für ein optimiertes Baugenehmigungsverfahren liegen. Die Autoren an der Bauhaus-Universität Weimar haben sich daher in einer wissenschaftlichen Untersuchung mit dem Ist-Zustand der Ablaufprozesse in den Baugenehmigungsbehörden beschäftigt, um daraus Ansätze zu einer Erweiterung der Baugenehmigungsprozesse mittels Building Information Modeling zu entwickeln.

Durch das Wissen über die gegenwärtige Situation kann ein geordneter Übergang in die Digitalisierung angebahnt werden. Mit der Digitalisierung sind große Erwartungen hinsichtlich der besseren Verzahnung der Planungs- und Genehmigungsprozesse und eine gesamtheitliche Optimierung der Prozesse verknüpft.

Die wissenschaftliche Methodik des Vorgehens wurde durch zwei Perspektiven motiviert. Zum einen bestehen bei der Bearbeitung von Bauanträgen häufig Schwierigkeiten und Unsicherheiten bei den Bauantragsprüfern, da keine einheitlichen Vorgaben zum Prüfungsablauf existieren. Zum anderen stehen Bauantragsteller immer wieder Problemen gegenüber, weil sie sich mit erheblichen Schwierigkeiten auf die jeweiligen Usancen einer Baugenehmigungsbehörde einspielen müssen. Die Erkenntnisse über als sehr heterogen wahrgenommene Genehmigungsprozesse sind nicht nur durch das föderale System in Deutschland begründet, sondern solche Beobachtungen bestehen auch auf internationaler Ebene, wie zum Beispiel in den USA. Das Ziel der nachfolgenden Ausführungen ist es, für alle Beteiligten Transparenz über die Abläufe im Baugenehmigungsprozess zu schaffen.

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Die Haftung von Architekten...
In­ge­nieu­ren und Bau­un­ter­neh­mern für Drit­te und Em­bar­gos
Durch bei­spiels­weise Em­bar­gos bzw. San­ktio­nen also mit­tel­bar­en Ein­grif­fen durch den Staat, die EU oder an­de­re sup­ra­na­tio­na­le In­sti­tu­tio­nen als Drit­tem in das Bau­vor­ha­ben während der Pla­nungs- oder Aus­führ­ungs­pha­se kann es zu Haft­ungs­fra­gen kom­men. In diesem Zu­sam­men­hang sol­len Fra­gen zur Haf­tung des Bau­plan­ers und eine mö­gli­che Haf­tung des Bau­un­ter­nehm­ers näh­er be­leuch­tet wer­den.

 
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im digitalen Zeitalter

Die Er­fas­sung und Spei­che­rung von Kun­den­da­ten, die Ver­sen­dung von E-Mails, die Nut­zung di­gi­ta­ler Ar­beits­met­ho­den wie Buil­ding-In­for­ma­tions-Mode­ling (BIM) und Droh­nen, die Durch­füh­rung von Web-Mee­tings und Home-Of­fi­ce ge­hö­ren zur täg­li­chen Ar­beit. Da­mit sind zwangs­läu­fig auch Haft­ungs­ri­si­ken ver­bun­den, die zu Da­ten­ver­än­de­run­gen oder Da­ten­be­hin­der­un­gen bei Drit­ten führ­en.

 

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