Editorial

Deutsches Ingenieurblatt 10/2021
Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

wir hatten die Wahl. Gefühlt seit Beginn des Jahres schien alles auf dieses wichtige Ereignis hinzudeuten. Jede Politikeraussage wurde auf ihre Kompetenz und Strahlkraft in Wahlzeiten überprüft, jedem Termin eine Bedeutung anorakelt. Wer sich von der – gesteuerten – Aufregung nicht anstecken ließ, versuchte hinter dem Wahlkampf die wichtigen Themen zu erkennen, sich ein Bild von den Leistungen der Protagonisten zu machen sowie Zieldefinitionen, die über den Stichtag 26. September hinausgehen könnten, zu identifizieren. Ein typisches Wahljahr eben.

Die Ergebnisse liegen vor; viele meinen zu wissen, in wessen Händen die Wähler für die kommende Legislaturperiode gern die Verantwortung sähen. Was letztlich daraus wird, werden die Koalitionsverhandlungen zeigen.

Und wie immer, wenn Menschen sich um ein Mandat bemühen oder für ein bestimmtes Amt kandidieren, werden wir erst im Lauf der Zeit wissen, ob sie das erfüllen konnten, was sie versprochen und wir uns erhofft haben. Dass Erwartungen so leicht nicht zu erfüllen sind, weiß jeder, der schon einmal ein Amt übernommen hat. Das beginnt bereits im Schulalter mit den Klassensprechern, setzt sich im Erwachsenenleben über die verschiedensten Engagements im Privaten oder Beruf fort und reicht bei manchen Menschen sogar bis weit ins Rentenalter hinein.

Natürlich gibt es auch bei den Posten eine Hierarchie. Da gibt es die, auf die sich mehrere Personen ernsthaft bewerben da attraktiv und das Image aufwertend; und dann noch die, die man sich schönreden muss und mehr oder weniger zwangsverpflichtet wird, weil keiner der Anderen Lust dazu hat.

In Berlin beginnt nun das große Stühlerücken. Zahlreiche Jobs werden verteilt, Teams neu zusammengestellt, es gibt Pöstchen und Positionen – nicht nur in der Hauptstadt-Politik. Der Austausch erfolgt auch mit politischen Akteuren aus den Ländern, nachgeordneten Behörden und anderen Organisationen.

Die Erwartungshaltung ist auch hier hoch. Mit einem Amt übernehmen wir Verantwortung: für Menschen, für Finanzen, für die Umwelt, für vereins-, berufspolitische oder gesellschaftliche Ziele, für notwendige Veränderungen. Für den – wie auch immer definierten – Erfolg. Nicht alles lässt sich in einer Wahlperiode umsetzen. Manchmal kann es schon ausreichend sein, solide Grundlagen zu schaffen, auf denen diejenigen, die danach kommen, aufbauen können.

Es ist eine Herausforderung, sowohl in der „großen“ Politik als auch in der „kleinen“, zielstrebig einen nachhaltigen Weg einzuschlagen, der manches zum Besseren verändert, aber nie jedes Problem zur Zufriedenheit aller lösen kann. Nicht jeder ist dafür gemacht, sich Projekten zu widmen, die eines langen Atems bedürfen oder Themen zu beackern, die ihm fremd sind. Zu verlockend ist da die Möglichkeit, sich im Tagesgeschäft lieber die Rosinen herauszupicken. Wer sich allerdings dauerhaft der Unterstützung Dritter sicher sein möchte, muss die wirklich drängenden Themen angehen. Das wird in der Regel mit Vertrauen und Unterstützung auch in schwierigen Zeiten honoriert.

Anzeige

202205_Hauptbild_DIB_Advertorial_320px_breit.jpg
202205_Detailbilder_DIB_Advertorial_180x180px_Bild_1.jpg

Nachhaltiges Bauen 
7 Trends für grüne Architektur

Nach­halt­ig­keit ist eine der Her­aus­for­de­run­gen un­se­rer Zeit – und das in al­len Le­bens­be­reich­en. Auch in der Bau­in­dus­trie be­las­ten hohe CO2-Em­is­sio­nen die Um­welt gra­vie­rend. Doch das Um­den­ken hat be­reits be­gon­nen.
Er­fah­ren Sie mehr über die Trends im nach­hal­ti­gen Bau­en.

 
202205_Detailbilder_DIB_Advertorial_180x180px_Bild_2.jpg

Effizientes Bauprojektmanagement

Ingenieure, Bau­leiter und Ar­chi­tek­ten stehen im­mer mehr im Zen­trum stei­gen­der Er­war­tun­gen. Eine pro­fes­sionel­le Bau­pro­jekt­mana­ge­ment-Soft­ware ist die ef­fi­zien­te Ant­wort auf die neuen Her­aus­for­der­un­gen.
Lesen Sie, welche Vor­teile eine ver­netzte Soft­ware-Lösung bietet.

 
202205_Detailbilder_DIB_Advertorial_180x180px_Bild_3.jpg

PROJEKT PRO lädt Sie zur digitalBAU 2022 ein

Ver­ein­baren Sie Ihren per­sön­lichen Mes­se­ter­min mit PROJEKT PRO und er­hal­ten Sie Ihr Frei­ticket für die­sen Tag! Wir freu­en uns, Ihnen live un­se­re Con­trol­ling- und Mana­ge­ment-Soft­ware für mod­erne Pla­nungs­bü­ros vor­zu­stel­len.
Sichern Sie sich jetzt Ihr kos­ten­frei­es Tick­et.

 

Anzeige

va-Q-tec entwickelt Produkte auf Basis von Vakuumisolationspaneelen (VIPs), die eine hohe Isolierwirkung, enorm reduzierte Dammstärke und einen modularen Aufbau für verschiedene Größen und Formen bieten.

Sie sind besonders vorteilhaft, wenn nur wenig Platz für Dämmung zur Verfügung steht.

Ob bei der Dämmung von Dächern, Böden oder Balkonen sowie weiteren Innen- und Außendämmungen: Architekten und Planer können mit VIPs rund 80 % des Platzes einsparen.

Mehr Informationen auf va-q-tec.com

Ähnliche Beiträge