Neue Broschüre: "BIM-Start für Ingenieurbüros"

Bundesingenieurkammer

Deutsches Ingenieurblatt 10/2022
BingK
Digitalisierung
BIM

Mit "BIM-Start für Ingenieurbüros" hat die BIngK eine Broschüre veröffentlicht, in der kurz und knapp grundlegendes zum Thema BIM erläutert wird. Das ist ein guter Einstieg für Ingenieurinnen und Ingenieure, die sich mit der BIM-Methode bisher wenig beschäftigt haben. Denn der Bund hat klare Zielvorstellungen definiert. Das ist Anlass genug, sich einen Überblick zu verschaffen, um die richtigen Weichenstellungen einzuleiten.

Neue Trends und Technologien rufen bei Menschen ganz unterschiedliche Reaktionen hervor. Die einen sind begeistert: "Da bin ich dabei." Andere sind eher abwartend: "Was bringt mir das? Muss ich da jetzt mitmachen?".

Wie ist das nun mit BIM – loslegen oder abwarten? Mit Building Information Modelling (BIM) macht im Bauwesen seit einiger Zeit eine neue Methode auf sich aufmerksam. Anfangs vielleicht nur interessant für IT-affine Ingenieurinnen und Ingenieure.
Aber spätestens mit der Veröffentlichung des "Stufenplan digitales Planen und Bauen" vom damaligen Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVi) im Jahr 2015 war das Thema BIM auf höchster ministerieller Ebene angekommen. Es folgten weitere Veröffentlichungen wie der Masterplan "BIM für Bundesbauten" und der Masterplan "BIM für den Bundesfernstraßenbau" im Jahr 2021. Ziel dieser Initiativen war und ist es, BIM flächendeckend und bundeseinheitlich bei Projekten des Bundesbaus zu implementieren. Und das nicht in ferner Zukunft: Die Übergangsphase zur vollständigen Einführung von BIM soll drei bis fünf Jahre abgeschlossen sein. Erste BIM-Anwendungsfälle sollen bereits Ende 2022 bei neu zu planenden Bundesbauten verpflichtend sein. Das ist ambitioniert und zeigt gleichzeitig, dass der Bund nun Tempo macht und unmissverständlich auf digitale Methoden im Bauwesen setzt.
Einige Ingenieurbüros haben sich bereits intensiv mit BIM auseinandergesetzt, Büroprozesse analysiert und angepasst. Die Mehrzahl der Ingenieurbüros plant jedoch noch klassisch – und das durchaus erfolgreich. Dennoch: Unabhängig vom Digitalisierungsgrad sollten sich Büros mit BIM beschäftigen. Das muss nicht gleichbedeutend mit einer Umsetzungsstrategie im Planungsbüro sein. Wichtig ist zunächst, dass man mitreden kann und ein Gefühl dafür entwickelt, was für das eigene Büro sinnvoll ist und was weniger. BIM ist kein Selbstzweck, auch zukünftig wird es Projekte geben, die ohne den Einsatz der BIM-Methode gut zu realisieren sind. Nur darf das den Blick auf sich abzeichnende Entwicklungen nicht verschleiern. Bauherren werden in den nächsten Jahren vermehrt BIM einfordern. Allen voran der Bund, wie oben beschrieben.

Es geht darum, Hürden zu überwinden. Aus diesem Grund hat die BIngK die Broschüre "BIM-Start für Ingenieurbüros" herausgebracht. Sie wendet sich insbesondere an Ingenieurinnen und Ingenieure, die bisher wenig Berührungspunkte mit BIM hatten. Hier liefert die Broschüre Unterstützung, Aufklärung und Argumentationshilfe. Die grundlegenden Themenfelder werden angesprochen und erläutert, wie z.B. BIM-Basics, BIM-Prozesse, Aufgaben, Handlungspläne, Honorierung, Software sowie Fort- und Weiterbildung. Die Broschüre bietet einen guten Überblick, die Inhalte sind kurz und knapp aufbereitet. Damit kann das Thema BIM im Büro angestoßen werden. Weitere praktische Umsetzungsschritte können folgen. Zu Übungszwecken könnte beispielsweise eine klassische Planung mit BIM nachmodelliert werden. Möglich sind auch BIM-Kooperation mit anderen Ingenieurbüros zum Austausch von Wissen. Parallel bieten die Länderingenieurkammern fundierte, anerkannte und praxisnahe Fort- und Weiterbildungskurse zum BIM-Standard Deutscher Architekten- und Ingenieurkammern an.

Weitere Informationen

Die BIM-Broschüre können Sie kostenlos über die Bundesingenieurkammer beziehen. Oder einfach digital über die Website der BIngK downloaden unter www.bingk.de/bim/. Dort finden Sie darüber hinaus ein Zusatzangebot mit BIM-Praxisbeispielen.

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