Speziell gedreht

Aufwendige Lisenenfassade für das neue Parkhaus

Deutsches Ingenieurblatt 9/2019
Objekte

Insgesamt 1.250 Mitarbeiter sind – teilweise in Schichtarbeit – am Goldbeck-Unternehmenssitz in Bielefeld tätig. Die meisten von ihnen kommen Tag für Tag mit dem Auto zur Arbeit. Mit den Plänen zur Erweiterung des Unternehmenssitzes – ein neues, modernes Bürogebäude sollte angebaut werden – ging auch der Plan einher, ein zweites Parkhaus auf dem Firmengelände zu realisieren.

Im Sommer 2018 nach nur sechsmonatiger Bauzeit fertiggestellt, wird das neue Parkaus mittlerweile von täglich 400 Goldbeck- Mitarbeitern und Besuchern genutzt. Insgesamt verfügt es über 450 Stellplätze, zwölf davon sind mit Ladestationen für EFahrzeuge ausgestattet. Der dafür benötigte Strom wird über eine auf dem Dach befindliche Photovoltaikanlage erzeugt. Für besonderen Komfort sorgen zudem 100 XLParkplätze mit einer Breite von 2,70 Meter. Über ein elektronisches Parkleitsystem werden die Nutzer direkt zum nächsten freien Parkplatz geführt. Bereits bei der Einfahrt informiert eine Restplatzanzeige über die Anzahl der freien (Komfort-)Parkplätze. Ein kostenlos nutzbarer Staubsauger für die Innenraumreinigung rundet das Angebot ab. Und auch für die Zweiradnutzer ist gesorgt: Stellplätze für Fahrräder und E-Bikes inkl. Ladestationen sind in ausreichendem Maß vorhanden.

Fassade mit Optik-Trick
Besonderer Blickfang des Gebäudes ist eine aufwendige Lisenenfassade mit gedrehten Elementen in Aluminiumoptik. Ein spezieller visueller Effekt bewirkt, dass die Fassade ihre Optik je nach Standpunkt des Betrachters zu verändern scheint. Die in Deutschland hergestellten Fassadenelemente wurden  von einer Spezialfirma in Dänemark gedreht– eine Variante um 270 Grad, eine zweite um 360 Grad. Entworfen haben sie Goldbeck- Ingenieure auf Anregung eines externen Architekturbüros. Ein Mitarbeiter dieses Büros hatte eine ähnliche Fassade an einem New Yorker Parkhaus entdeckt.  

Die Goldbeck-Planer nahmen die Idee auf, dachten sie weiter und entwickelten die Fassade in gewissenhafter Kleinarbeit. „Je nachdem wie die einzelnen Elemente gedreht werden, entstehen unterschiedliche visuelle Effekte“, erklärt der verantwortliche Produktmanager Markus Mühlhaus. Zunächst „übten“ Mühlhaus und sein Team bereits an einem etwas versteckteren Standort, indem sie eine Musterfassade entwickelt und so die visuellen Effekte direkt am Objekt getestet haben. Neben der Fassade fällt das offene, mit einer Glasfassade versehene Treppenhaus ins Auge. Die offene Gestaltung steht für Sicherheit und Transparenz. Goldbeck konzipiert, baut und revitalisiert maßgeschneiderte Gebäude mit System für Produktion und Logistik, Büroarbeit, Handel, Wohnen und Parken. Darüber hinaus bietet Goldbeck integrierte gebäudenahe Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus der Immobilie.  

Nachwuchs gesucht: Die eigene Akademie hilft beim Berufseinstieg In das neue Mitarbeiterparkhaus sind Innovationen und bewährte Ideen aus über 30 Jahren Erfahrung in der Planung und dem Bau von Parkhäusern geflossen. Über 900 realisierte Parkhaus-Projekte haben gezeigt, wie vielfältig die Bedürfnisse der Bauherren sind. Diese Erfahrungen führen zu einer permanenten Weiterentwicklung von Baustoffen, Systemelementen und Gebäudedetails bei Goldbeck. Das gilt auch für die interdisziplinär arbeitenden Planungsteams mit eigenen Ingenieuren, Technikern und Architekten.

Hierfür sucht das 6500 Mitarbeiter fassende Unternehmen Nachwuchs:
neben erfahrenen Professionals auch Berufseinsteiger mit ersten Praxiserfahrungen in verschiedenen Bereichen wie beispielsweise Planung, Abwicklung und Gebäudemanagement. Durch eine Einarbeitung im „Goldbeck Campus“, der unternehmenseigenen Akademie, erhalten sowohl Absolventen als auch Berufserfahrene Startmöglichkeiten mit eigens erstellten modularen Einarbeitungsplänen. Goldbeck fertigt die immer wiederkehrenden Bauteile für die Parkhäuser aus Stahl, Beton und Aluminium in eigenen  Werken unter stets gleichen Bedingungen,damit eine gleichbleibend hohe Qualität sichergestellt ist. Da die Bauteile exakt aufeinander abgestimmt sind, können sie nach der Lieferung vor Ort auf der Baustelle von eingespielten Teams just in time montiert werden. Dabei hält sich das Bausystem dezent im Hintergrund: Sichtbares wird individualisiert, Unsichtbares wird standardisiert. Das schafft Raum für kreatives Gestalten.  

Arbeiten in interdisziplinären Teams
Im Bereich BIM sieht das Unternehmen sich als digitaler Vorreiter, denn es vereint alle Spezialisten, die an der Entstehung eines Gebäudes beteiligt sind, unter einem Unternehmensdach. Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen arbeiten für die gesamte Projektdauer in interdisziplinären Teams zusammen. So zeichnen verantwortungsbewusstes Arbeiten, ein offenes und professionelles Miteinander und ein menschlicher Umgang, in dem die Mitarbeiter wertgeschätzt werden, die Firmenkultur aus. Mitarbeiter schätzen unter anderem die flexiblen Arbeitszeitmodelle unter dem Motto „Vertrauen vor Kontrolle“, individuelle Angebote zur Weiterentwicklung sowie den Zuschuss für die Kinderbetreuung. Zudem hat der Bundesverband Mitarbeiterbeteiligung Goldbeck für sein Beteiligungsmodell mit dem Partnerschaftspreis 2018 ausgezeichnet. Das Engagement der Mitarbeiter zahlt sich unmittelbar aus, da alle Mitarbeiter neben einem jährlichen Inflationsausgleich zusätzlich zu ihrem festen Entgelt einen Gewinnbonus erhalten, der sich aus dem Unternehmenserfolg des vergangenen Geschäftsjahres errechnet. Das Gesamtpaket ist eine wichtige Voraussetzung für die langfristige Zufriedenheit aller Goldbecker und derer, die es noch werden möchten.

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