Was Dornstadts Feuerwehr im Boden hat

Unterirdisch top aufgestellt

Deutsches Ingenieurblatt 06/2022
Objekte
Baustoffe
Wenn Feuerwehren bauen, dann auch nach unten. Wesentliche Standortkomponenten verschwinden im Erdreich. Erleichternd für alle Baubeteiligten ist, wenn die unterirdisch installierten Anlagen komplett aus einer Hand kommen. In Dornstadt war das so.

Diese Einsatzorder hatte es noch nie gegeben: Umzug. Von der alten Wache in die neue. Die liegt zutreffenderweise im St. Florian Weg, vor allem aber verkehrsgünstig. Mit schneller Anbindung zu jenen Streckenabschnitten von A8 und B10, die zum Einsatzgebiet der freiwilligen Feuerwehr Dornstadt gehören.

Dornstadt bildet zusammen mit vier weiteren Ortsteilen einen Gemeindeverbund nur wenige Kilometer nördlich von Ulm. Jede Teilgemeinde hat ihre eigene Feuerwehr. Die Wehr im Kernort Dornstadt war 1977 in ein provisorisches Domizil gezogen und das Provisorium währte mehr als 40 Jahre. Aber jetzt gibt es den Neubau. „Am 03. Juli 2021 war es endlich soweit und wir konnten in unser neu erbautes Feuerwehrhaus umziehen“, freuen sich die 41 Feuerwehrfrauen und -männer auf ihrer Website.

Im Neubau gibt es neben Boxen für die fünf Einsatzfahrzeuge und das Rettungsboot auch eine Waschhalle und einen Werkstattbereich. Den Mitgliedern der Wehr stehen ein Aufenthalts-, Fitness- und Schulungsraum, separate Umkleidebereiche, Büroräume sowie eine Zentrale zur Koordination von Einsätzen zur Verfügung. Die Wärme im neuen Feuerwehrhaus kommt von einer umweltfreundlichen Pelletheizung. Sie verweist auf die unterirdische Infrastruktur des Standorts, die besonderes Augenmerk verdient. Denn unter dem Pflaster der Freiflächen liegt allerhand: der Pelletbunker, natürlich ein Löschwasserbehälter und schließlich ein Leichtflüssigkeitsabscheider mit nachgeordnetem Probenahmeschacht. Hinzu kommt eine Rigole, die das auf den Fahrflächen anfallende Regenwasser versickert.

Fugenloser Stahlbetonbehälter für Löschwasser
Das alles aus einer Hand zu erhalten – neben den einzelnen Komponenten auch Planungsleistungen, Montage, Dichtheitsprüfung, Inbetriebnahme und Einweisung – war definitiv erleichternd für Bauträger, Planer und Bauunternehmen.

Zur umweltsicheren Vorbehandlung des Waschwassers aus der Fahrzeugreinigung wurden ein ABKW-Abscheider mit allgemeiner Zulassung und integrierter Warneinrichtung sowie ein Probenahmeschacht eingebaut. Speziell hierfür hatte der Hersteller von der Bemessung und Planung über die Konstruktionszeichnung bis zur Ausführung alle Dienstleistungen übernommen. Aufgabe des Abscheiders ist, die im Abwasser anfallenden Leichtflüssigkeitsanteile zurückzuhalten, bevor der so behandelte Abwasserstrom in die Kanalisation gelangt. Das Volumen von 9,25 Kubikmetern Löschwasser für Einsätze und Übungen bevorratet ein Stahlbetonbehälter, der in gleicher Weise fugenlos gegossen ist wie auch die Behälterbauwerke von Abscheider und Probenahmeschacht. Nicht anders der Pelletspeicher, dem ein Sickerschacht beigeordnet ist. Letzterer versickert das Kondenswasser, das im Schachthals über dem 15 Kubikmeter fassenden Pelletlager anfällt.

Einbau von Leichtflüssigkeitsabscheidern
Nicht nur die Ausrüstungen, auch die Liegenschaften von Feuerwehren, Rettungsdiensten und THW sollten dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Dazu gehören notwendigerweise auch normgerechte Entwässerungslösungen bei Neu- und Umbauten. Für Abwässer, die bei der Fahrzeugpflege anfallen, fordert die EN 858 in Kombination mit der DIN 1999-100 zwingend den Einbau eines Leichtflüssigkeitsabscheiders. Löschschaum, der bei Übungen anfällt, darf weder in die Kanalisation noch in Gewässer gelangen. Das macht flüssigkeitsdicht versiegelte Flächen und Auffangbehälter mit ausreichendem Rückhaltevolumen erforderlich.

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