Neues aus der Normung: Regelungen für Beton und Zement

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Die Europäische Norm DIN EN 206, Beton –Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität, ist mit der Ausgabe 2014-07 neu erschienen. Sie gilt für Beton, der für Ortbetonbauwerke, für Bauwerke aus Fertigteilen sowie für Fertigteilelemente für Gebäude und Ingenieurbauwerke eingesetzt wird. Der Beton darf als Baustellenbeton, Transportbeton oder Beton in einem Fertigteilwerk hergestellt werden.
In der Norm werden insbesondere Anforderungen festgelegt für:

  • Betonausgangsstoffe
  • Eigenschaften von Frischbeton und Festbeton und deren Nachweise
  • Einschränkungen für die Betonzusammensetzung
  • Festlegung des Betons
  • Lieferung von Frischbeton
  • Verfahren der Produktionskontrolle etc.

Die Neuausgabe ersetzt folgende Dokumente: DIN EN 206:2012-03, DIN EN 206-1:2001-07, DIN EN 206-1/A1:2004-10, DIN EN 206-1/A2:2005-09, DIN EN 206-9:2010-09.
Mit der Neuausgabe wurden folgende Änderungen vorgenommen:

  • Aufnahme von Anwendungsregeln für Faserbeton und Beton mit rezyklierten Gesteinskörnungen
  • Überarbeitung des k-Wert-Ansatzes für Flugasche und Silikastaub und Aufnahme von neuen Regeln für Hüttensandmehl
  • Einführung neuer Konzepte für die Betonleistungsfähigkeit in Bezug auf die Anwendung von Zusatzstoffen (z. B. Konzept der gleichwertigen Betonleistungsfähigkeit und Konzept der gleichwertigen Leistungsfähigkeit von Zement-Zusatzstoff-Kombinationen)
  • Überarbeitung der Konformitätsbewertung und Aufnahme neuer Konzepte dafür
  • Aufnahme von EN 206-9 „Ergänzende Regeln für selbstverdichtenden Beton (SVB)“
  • Aufnahme zusätzlicher Anforderungen an Beton für besondere geotechnische Arbeiten (Spezialtiefbau)
  • Beziehungen zwischen EN 206 und den Normen für die Bemessung und die Ausführung, den Normen für Ausgangsstoffe und den Prüfnormen.

Die Europäische Norm DIN EN 197-2, Zement– Teil 2: Konformitätsbewertung, ist mit Ausgabe 2014-05 erschienen. Sie legt das Verfahren für die Bewertung und Überprüfung der Leistungsbeständigkeit von Zementen nach den entsprechenden Produktnormen einschließlich der Zertifizierung der Leistungsbeständigkeit durch eine Produktzertifizierungsstelle fest.
Die Norm enthält technische Regeln für die werkseigene Produktionskontrolle durch den Hersteller (einschließlich der internen Überwachungsprüfungen von Proben) und für die Aufgaben der Produktzertifizierungsstelle. Darüber hinaus enthält sie Regeln für Maßnahmen, die bei Nichtkonformität zu ergreifen sind; ebenso das Verfahren für die Bewertung und Überprüfung der Leistungsbeständigkeit und Anforderungen für Auslieferungsstellen.
Folgende Änderungen wurden gegenüber DIN EN 197-2:2000-11 vorgenommen:

  • Verwendung der Terminologie nach der Bauproduktenverordnung (Verordnung (EU) Nr. 305/2011) und Vergleich mit der bisherigen Terminologie nach der Bauproduktenrichtlinie (Richtlinie 89/106/EWG) (Anhang C)
  • Zusammenhang zwischen dieser Europäischen Norm und den Anhängen ZA der Europäischen Normen, die Zemente behandeln
  • Anleitung bezüglich der Messunsicherheit bei der Bewertung der Prüfergebnisse
  • numerische Kriterien für das Bewertungsverfahren für Tonerdezement nach EN 14647(Anhang A)
  • Beschreibung der Verfahren zur Zertifizierung der Leistungsbeständigkeit von Zement in einem neuen Werk oder einer neuen Zementart in einem bestehenden Werk (Anhang B).

Sabine Wolf

www.betonbau-normen.de

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