Angenehme Temperaturen in der Werkstatt

Dunkelstrahler und Brennwertsystem kombiniert

bauplaner Dämmtechnik 12/2019
Dämmtechnik

Sie sichern den Warenfluss, befördern Schulkinder und sind ziemlich groß: Die Rede ist von Trucks und Omnibussen. Wer sich zutraut die Riesen der Straße zu reparieren, muss allerlei vorweisen können – in erster Linie aber Know-how und eine gut ausgestattete Werkstatt.

Seit Januar 2017 bietet das Mercedes-Benz Tochterunternehmen RKG Truck Service in Bornheim einen Allround-Service auf 26.000 Quadratmetern für Lkw und Omnibusse mit dem Mercedes-Stern. Alleine die vor vier Jahren errichteten Werkstattbereiche messen rund 3.000 Quadratmeter. Ausgestattet mit modernen Diagnosesystemen und Arbeitsplätzen punktet der Standort auch mit einer nachhaltigen Gebäudetechnik. So wurde unter anderem eine LED-Lichttechnik, eine Photovoltaikanlage, zentralverwaltete Betriebsmittelstationen und ein umweltschonendes Heizkonzept realisiert.

Nachhaltig heizen

Wie im größten Gebäudekomplex Deutschlands, dem Daimler Consolidation Center in Speyer, sorgen Infrarotheizungen in Verbindung mit dem Brennwertsystem „tetra Schwank“ für angenehme Arbeitsbedingungen. Dieses Wärmerückgewinnungssystem des Herstellers Schwank, der auch die Heizsysteme geliefert hat, ist direkt im Abgasstrang der Heizanlage eingebunden. Der tetraSchwank entzieht dem Abgas die enthaltene Wärmeenergie bis in den Brennwertbereich und führt sie dem Gebäude unmittelbar wieder zu. Der Anlagenwirkungsgrad steigt bei RKG damit auf bis zu 110 Prozent. Georg Schmitz, Geschäftsführer RKG: „Wir wollen unseren Nachhaltigkeitsgedanken durch das ganze Unternehmen tragen. Dazu gehören auch der sinnvolle Einsatz und Umgang mit Ressourcen. Die dezentrale Dunkelstrahlerheizung arbeitet an sich schon erheblich wirtschaftlicher als herkömmliche Heizsysteme. Das zeigen die Erfahrungen an anderen Standorten. Die regenerative Nutzung der Abwärme ist für uns aber das i-Tüpfelchen“.
Da die Wärme bei diesem System primär nicht mittels warmer Luft übertragen wird, führt das Öffnen von Toren nicht zum Wärmeverlust in der Halle. Dunkelstrahler übertragen ihre Wärme mit Infrarotstrahlung wie die Sonne. Die Wärme entsteht also direkt an den Oberflächen von Gegenständen, Menschen und natürlich auch auf dem Werkstattboden. Alles zusammen ergibt eine Raumtemperatur, die von den Mitarbeitern als sehr angenehm empfunden wird. „Wir arbeiten an unglaublich großen Massen. Wenn ein kalter Lkw im Winter in die Halle kommt, wirkt er wie ein Eisblock. Durch die Infrarotwärme bleibt es den Mitarbeitern aber trotzdem warm. Selbst die Waschhalle können wir jetzt richtig beheizen“, so Schmitz.

Energiewende spricht für Infrarotheizungen

Die installierte Nennwärmeleistung der Heizungsanlage beträgt für die rund 3.000 Quadratmeter der zwei Werkstatthallen, der zwei TÜV-Hallenteile sowie der Waschhalle gerade einmal 296 kW – weniger also, als eine konventionelle Heizung bei gleicher Raumtemperatur liefern würde. Infrarotheizungen sind in Gewerbe und Industrie eine sinnvolle Alternative. Gerade im Hinblick auf die verschärften ErP-Richtlinien und das kommende GebäudeEnergieGesetz (GEG) werden dezentral arbeitende Infrarotheizungen (Dunkel- und Hellstrahler) an Popularität gewinnen. Ihre Kombinationsmöglichkeiten mit Brennwert- und Wärmerückgewinnungssystemen verschafft Planern Spielraum für flexible Planungen.

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