Eleganz an der Nordseeküste

Hotel Küstenperle in Büsum

bauplaner 11/2018

Das im Herbst 2017 eröffnete Hotel Küstenperle in Büsum glänzt vor der Perlebucht des Nordseeheilbads. Wie ein Themenhotel greift es Farben und Traditionen von Büsum und der Küstenlandschaft auf. Der bauliche Brandschutz musste hierbei optimal in das Designkonzept integriert werden.

Die deutsche Nordseeküste oberhalb der Elbmündung verändert ihren Charakter als Urlaubsregion schon seit einigen Jahren. Sommerferienorte wie Büsum verlassen sich nicht mehr allein auf die Attraktivität von Meer und Küstenlandschaft, sondern verwöhnen ihre Gäste mit zeitgemäßen, aber regionaltypischen Freizeit- und Kulturangeboten. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Bau neuerHotels, die selbst Teil des Urlaubserlebnisses  werden. Das Hotel Küstenperle in Büsum steht exemplarisch für diese Entwicklung. Seinemoderne Hotelarchitektur verbindet mit einer  Liebe bis zum kleinsten Detail die Stärken hochwertiger Hotellerie mit denen des Standorts – Küste, Meer, das Nordseelicht und die maritimen Traditionen der Region. Die Idee für dieses Konzept kam nicht von Investoren oder Hotelketten, sondern von einer alteingesessenen Büsumer Familie.

Landschaft und Tradition 
Das Haus liegt an der Familienlagune Perlebucht mit Blick auf die Nordsee. Form und Ausrichtung des Gebäudes mit seinen großformatigen Fenstern lassen das Nordseelicht zu einem Element der Innenarchitektur werden. Auf deranderen Seite ist es der für die Architektur zuständigen  Planungsgemeinschaft gelungen, die Küstenperle mit ihren 216 Betten in 92Zimmern und Suiten in die flache Küstenlandschaft  einzupassen, ohne die Nachbarschaft zu dominieren. Durch eine farblich differenzierteGestaltung der Fassade wird verhindert, dass das Hotel mit seinen fünf oberirdischen Geschossen als Monolith wahrgenommen wird. Von der Ferne ins Auge springt der in weiß gehaltene dreigeschossige Mittelteil. Mit einem kleineren Grundriss als das in dunklen Ziegeln angelegte Erdgeschoss und einem größerenals das beige Obergeschoss mit Suiten und Dachterrasse sorgt es für eine Büsum angemessene Größenwirkung. Ein ausgeklügeltes Beleuchtungskonzept macht das Hotel am Abend zu einem Glanzpunkt vor der Lagune. Im Inneren sind die Wände geschmückt mit Fotos des historischen Büsum, an der Rezeption fällt der Blick des Gastes auf eine künstlerisch gestaltete Karte des Heilbades. MaritimeMotive und Accessoires oder typografisch aufbereitete  Sätze in einer Variation des DithmarscherPlatt unterstreichen das Thema Büsum in Zimmern und Aufenthaltsräumen, ohne sie visuell zu überfrachten oder an künstliche Folkloristik zu erinnern. Das liegt auch an dem umgesetzten Farbkonzept, das mit dezenten Blau- und Weißtönen die maritime Atmosphäre aufnimmt.

Vielfalt und Ästhetik als Pflichtprogramm des Brandschutzes
Funktionale Notwendigkeiten, an erster Stelle der Brandschutz, durften den Charakter der Küstenperle nicht stören, sondern sollten ihn vielmehr soweit wie möglich unterstützen – eine anspruchsvolle Aufgabe angesichtsder Vielfalt und Unterschiedlichkeit der durch Feuerschutztüren zu trennenden Nutzungsbereiche:  Gastronomie und Spielzimmer, denSpa-Bereich, Veranstaltungsräume, Foyer und  die Zugänge zum Treppenhaus und Fluren vor den Zimmern. Darum war es den Planern auch wichtig, durch den Einsatz elektromagnetischerFeststellanlagen und Freilauftürschließer alle Wege offen zu halten.

Verbaut wurden im gesamten Hotelkomplex Novoferm Rohrahmentüren aus Aluminium der Serie „NovoFire“ als Rauchschutztür RS und in den Feuerwiderstandklassen T30,  sowohl ein- wie zweiflügelig und mit Seitenteilen, Oberlichtern, aber auch NovoFire Festverglasungen in F90. Der Barbereich wird vom Speiseraum durch das Novoferm Feuerschutz- Schiebetor T90 SKE-1 abgegrenzt. Auch beimBrandschutz der für Gäste nicht zugänglichen „Backstage-Bereiche“ des Hotels entschieden sich die Planer für Novoferm-Produkte. Für die klassischen Funktionsräume bekamen die   s Stahl gefertigten Feuerschutz- und Mehrzwecktüren der Serie „NovoPorta Premio“ den Zuschlag. Auch sie passen sich durch ihre zurückhaltende Oberflächengestaltung dem Gesamtdesign an.

Bautafel:

Bauherr: Kahlke-Schneider GmbH & Co. KG
Architektur: Planungsgemeinschaft aus: Architekturwerkstatt Ladenoff, Hardebeck und Hannemann & Krützfeld, Elmshorn
Innenarchitektur: sbp, Hamburg
Fertigstellung: Ende Juni 2017
Novoferm-Produkte: System NovoFire Rohrrahmentüren aus Aluminium (T30 1-flgl. mit Anbauteilen, T30 2-flgl. mit Anbauteilen, RS 1-flgl. mit Anbauteilen, F90 Festverglasung), System NovoPorta Premio (Premio T30 1-flgl., Premio MZ 1-flgl.) sowie Feuerschutz-Schiebetor T90 SKE-1

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