Energieautarkes Wohnen als Geschäftsmodell

Schrittmacher der Energiewende

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Baustoffe

Energieautarkie hat sich im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser bereits etabliert. Seit 2017 ist die Energiewende auch bei Mehrfamilienhäusern angekommen und macht das Modell für Mieter, Eigentümer, Investoren und Energiedienstleister attraktiv. Bis 2050, so das Ziel der Bundesregierung, sollen energieautarke Häuser in Deutschland Standard sein.

Energieautarke Mehrfamilienhäuser decken ihren Strom- und Wärmebedarf zu 60 bis 80 Prozent selbst. Möglich wird dies durch großflächige Photovoltaikmodule und Solarkollektoren auf dem Dach und an der Fassade, die bei idealen Wetterbedingungen mehr Energie erzeugen, als die Bewohner verbrauchen.
Überschüssige Wärme wird in einem Langzeitwärmespeicher gelagert. Er liefert ganzjährig Warmwasser zum Duschen, Heizen, Geschirrspülen oder Waschen. Strom, der den aktuellen Bedarf übersteigt, wird in Akkus geparkt und speist unter anderem Elektroladesäulen auf den Parkplätzen. Die Versorgungslücke in den sonnenarmen Wintermonaten wird kurzzeitig mit Brennwertkesseln oder Fernwärme gedeckt.
Prof. Dipl.-Ing. Timo Leukefeld, Entwickler des Energiekonzepts, ist sich sicher, dass energieautarke Gebäude den Wohnungsmarkt revolutionieren werden: „Sie beweisen, dass man Ökologie, Ökonomie, soziale Gerechtigkeit und Komfort sehr wohl miteinander verbinden kann. Wir brauchen mehr solcher mutigen und klugen Konzepte, um die Herausforderungen des Klimawandels zu meistern.“

Pauschalmiete mit Energie-Flatrate

„Die ambitionierten Klimaziele im Gebäudesektor sind nur erreichbar, wenn die Maßnahmen von Mietern und Bauherren gleichermaßen akzeptiert werden. Energieautarke Gebäude sind nicht nur technisch durchdacht, sondern vor allem auch wirtschaftlich überzeugend“, macht Gerrit Janssen, Vorstandvorsitzender bei Helma Eigenheimbau deutlich. Das 1980 gegründete Unternehmen entwickelt, plant und baut ca. 1.000 Wohnimmobilien pro Jahr – viele davon als Energiesparhäuser. 2018 hat Helma Eigenheimbau zwei energieautarke Mehrfamilienhäuser in Cottbus als Planer und Generalunternehmer realisiert. Die Mieter energieautarker Häuser zahlen eine über mehrere Jahre garantierte Pauschalmiete, in die neben Betriebs- und Heizkosten auch der Stromverbrauch inkludiert ist. In Cottbus liegt der All-inklusiv-Mietpreis bei 10,50 Euro pro Quadratmeter. Ein Angebot, das in Zeiten steigender Mieten fair kalkuliert ist und vor hohen Betriebskostennachzahlungen schützt. Mieter, die ihr Elektroauto mit dem Solarstrom aus der hauseigenen Säule beladen, tanken quasi zum Nulltarif und reduzieren damit ihre Mobilitätskosten auf ein Minimum.
Die Eigentümer energieautarker Immobilien profitieren von langfristigen Mietverhältnissen mit stabilen Erträgen, einem umweltbewussten Image sowie deutlich weniger Verwaltungsaufwand und Streitpotenzial. Denn wo eine Pauschalmiete alles regelt, sind jährliche Betriebskostenabrechnungen und gerichtliche Auseinandersetzungen nicht mehr nötig. Zudem eröffnet das regenerative Energiekonzept zusätzliche Einnahmepotenziale: so können Energieüberschüsse, die die Kapazität der eigenen Langzeitspeicher überschreiten, ins öffentliche Netz eingespeist oder an benachbarte Gebäude abgegeben werden. Darüber hinaus können Eigentümer Energieversorgern Teile ihrer Speicherkapazitäten entgeltlich zur Verfügung stellen, um regionale Energieüberschüsse einzulagern.
Die beiden energieautarken Mehrfamilienhäuser in Cottbus wurden mit dem Deutschen Solarpreis ausgezeichnet. Das nächste energieautarke Mehrfamilienhausprojekt mit 17 Wohneinheiten in der Nähe von Oranienburg ist bei Helma Eigenheimbau AG bereits in der Planung.

Neue Geschäftsmodelle für Energieversorger

Auch für Strom- und Wärmeanbieter könnten sich energieautarke Gebäude zu einem neuen Geschäftsfeld entwickeln: Ähnlich wie beim bereits etablierten Contracting-Modell fungieren Energieversorger dort als Dienstleister für Planung, Installation, Betrieb und Wartung der gesamten Photovoltaik-, Solar- und Speichertechnik.
Der Vermieter zahlt dafür eine Pauschale und verpflichtet sich, eine bestimmte Energiemenge abzunehmen. Deckt das Haus 70 Prozent seines Bedarfs an Wärme und Strom selbst, bezieht der Contract-Nehmer die fehlenden 30 Prozent aus dem Netz des Contract-Gebers.

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