Erste Hilfe bei Schimmelbefall auf Bauteiloberflächen

Als praktikable Sofortmaßnahme bewährt

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Dämmtechnik

Schimmelpilzbefall auf Bauteiloberflächen in Innenräumen ist unerwünscht. Dieser unnatürliche Zustand stellt ein hygienisches und unkontrollierbares Risiko für die Bewohner dar und sollte zeitnah entfernt werden. Schimmelbefall ist oftmals die Folge mehrerer, wie ein Fächer sich überlagernder oder ineinandergreifender Ursachen.

Als „Wachstumsfaktor Nr. 1“ für Schimmelbefall auf Bauteiloberflächen in Innenräumen gilt Feuchtigkeit.1) Durch Abdichtungsschäden an der Gründung, Boden, Wand und/oder Dach kommt es zu eindringender und aufsteigender Feuchtigkeit. Havarie ist wie ein „Ad-hoc-Wasserschaden“ einer defekten Wasserleitung und kann für ein derartiges Schadensbild verantwortlich sein. Ebenso können Feuchtigkeit aus baulichen Fehlleistungen im Neubaubereich oder Baumängel im Bestand das Maß der Bauteilfeuchte überschreiten. Nicht zu vernachlässigen ist eine niedrige Bauteiltemperatur an konstruktiven Wärmebrücken, die zu Kondensat führen. Weitere Feuchtequellen können durch unangemessenes Nutzungsverhalten der Mieter oder Immobilienbesitzer selbst zu hoher Feuchtelast und zu Schimmelbefall im Rauminneren führen. Die Ursachen gilt es zu erkennen, zu bewerten und abzustellen. Schimmelpilzbefälle und übermäßige Kontaminationen sollten immer beseitigt werden. Bei größerem Schimmelpilzbefall, aber auch bei geringem bis mittlerem Befall ohne bekannte Ursache sollte immer eine Fachfirma hinzugezogen werden.
Die Abschätzung der mit Schimmel bewachsenen Bauteilfläche erfolgt in der Praxis häufig mit visueller Begutachtung durch den zur Inaugenscheinnahme geladenen sachverständigen Planer oder in der Beseitigung von Schimmelbefall erfahrenen Unternehmer. Als Bewertung ist der sichtbar befallene Bereich zu ermitteln. Der Leitfaden des Umweltbundesamtes „Zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden“2) gibt zur Einstufung des sichtbaren Schimmelbefalls in Kategorien folgende Hilfestellung:
Die vom Leitfaden flächenbezogenen Kategorien „müssen nicht zwingend als eine zusammenhängende Fläche vorliegen, sondern sind im Allgemeinen pro Raumbereich zu verstehen. Ein Bereich kann ein Büroraum, ein Wohnraum oder ein zusammenhängender Wohnraum wie Wohn- und Esszimmer sein. In der Praxis kann dies ein Befall in z. B. mehreren Raumecken sein, dessen Einzelflächen zusammengezählt werden.“3)
Das Ausmaß eines Gesundheitsrisikos durch Schimmel in Innenräumen ist zum einen abhängig von der Empfindlichkeit und Exposition der Raumnutzer und zum anderen von der Art und dem Ausmaß des Schadens.

Was kann der sachverständige Planer oder der versierte Unternehmer während der Ortsbesichtigung bei einem akutem Schimmelbefall in Innenräumen als Sofortmaßnahme raten?

Es gilt das Vorsorgeprinzip, nach dem potenziell gesundheitsschädliche Expositionen durch Schimmelbefall zu minimieren sind, bevor es zu Erkrankungen kommt. Welche Maßnahmen sinnvoll und notwendig sind, muss im Einzelfall entschieden werden. Der Leitfaden empfiehlt Betroffene zu informieren und die Aufenthaltsdauer zu beschränken oder von einer Nutzung abzusehen. Kontaminierte Räume sollten abgeschottet und Fugen an Türen mit Klebeband abgeklebt werden. Sinnvoll ist der Warnhinweis „Zutritt verboten“. Es ist ratsam, das Verschleppen mikrobieller Partikel und Stäube zu vermeiden – von daher sollten befallene Gegenstände vor Ort belassen oder ggf. verpackt entsorgt werden.4) Bereits zum Zeitpunkt der Ortsbesichtigung kann der Schimmelpilzbefall und die Sporenverteilung gebunden werden. Der Leitfaden empfiehlt hierfür ein Überstreichen mit „Farben/Lacken“ als sofortige Übergangsmaßnahme.5)
Als praktikable Sofortmaßnahme hat sich das „Power Protect First-Aid-Kit“ von Remmers bewährt. Diese erste Hilfe ermöglicht vor Ort die kurzfristige Verkapselung, Abtötung und Bindung des Pilzes und seiner Sporen. Mit Schimmelpilz kontaminierte Stäube werden nicht ungewollt freigesetzt. Je eher der Schimmelpilz behandelt wird, desto geringer ist das Gesundheitsrisiko für die betroffenen Nutzer und Verarbeiter. Das Power Protect First-Aid-Kit enthält drei Kartuschen des alkoholbasierenden, aromatenfreien Wirkstoffs, des „Power Protect First-Aid-Gels“, sowie zwei Quadratmeter antistatischer Folie, dem „Power Protect First-Aid-Sheet“, und eine Rolle „Kip 328 Gewebeband Extra“.

Im Zentrum des patentierten Verfahrens steht der hoch konzentrierte, zu einem Gel angedickte Alkohol, das Power Protect First-Aid-Gel. Es wird unmittelbar per Kartusche auf die betroffene Fläche aufgebracht. Größere Fruchtkörper werden ggf. mit geeignetem Gerät vorab absaugt. Anschließend wird das Power Protect First-Aid-Sheet aufgebracht und mit Gewebeband fixiert. Hierbei handelt es sich um eine ableitfähige Spezialfolie, die luftdicht auf den Schimmelschaden aufgebracht wird. An den Rändern umlaufend mit Klebeband fixiert, verhindert es das Austreten der Sporen. Über die Oberfläche wird mit geeignetem Werkzeug das Power Protect First-Aid-Gel unter der Folie gleichmäßig verteilt. Der Alkohol tötet den Schimmelpilzbefall unter der Folie durch Austrocknung, nicht oxidativ, aber tiefenwirksam ab. Wird die Folie im Zuge der zeitnahen professionellen Sanierung beispielsweise mit dem Schimmelsanierungssystem „Power Protect [eco]“ von Remmers nach maximal zwei Wochen entfernt, sind Pilz und Sporen ineinen Film eingebunden. Es werden im Zuge der Schimmelpilzsanierung praktisch keine Sporen mehr freigesetzt. Die Sanierung kann mit dem Power Protect First-Aid-Kit schon beim Erstkontakt des Fachmanns mit dem Schimmelproblem beginnen. Die Vorteile: Minimierung der Gesundheitsgefährdung für Bewohner und Sanierer, kein risikoreicher Einsatz von Wasser notwendig und die Anlässe für Mietminderungen werden verringert. Die sofortige Bindung von Schimmelpilzsporen und die Eliminierung von Schimmelpilzen auf mineralischen und anderen alkoholbeständigen Untergründen kann mit dem Remmers Power Protect First-Aid-Kit erreicht werden. Als Sofortmaßnahme sorgt es für einen zeitlichen Puffer, bis die zeitnahe professionelle Schimmelpilzsanierung spätesten 14 Tage nach der Sofortmaßnahme folgt.

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