Immer älter – aber unterschiedlich

green BUILDING 04/2017 (#80)

Die Bevölkerung in Deutschland wird älter. Von der Jahrtausendwende bis 2015 ist das Durchschnittsalter um 3,3 Jahre gestiegen – von 40,6 auf 43,9 Jahre. Die regionalen Unterschiede sind groß. Das geht aus einer Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung hervor.

Während das Durchschnittsalter in den Universitätsstädten Freiburg und Heidelberg 39,8 beziehungsweise 39,9 Jahre beträgt, liegt es in einigen ostdeutschen Landkreisen und kreisfreien Städten etwa zehn Jahre darüber, zum Beispiel in Suhl (49,1), im Altenburger Land (49,4) und in Dessau (49,5). Dort liegt der Anteil der über 64-Jährigen zudem bei knapp 30 Prozent. In Freiburg und Heidelberg sind hingegen nur rund 16 Prozent älter als 64 Jahre.

Strukturschwache Gebiete
Weil viele strukturschwache Gebiete an junger Bevölkerung verloren haben, altern diese schneller. Die Kluft zwischen wachsenden Groß- und Universitätsstädten und den Gebieten jenseits der Ballungsräume hat sich in den letzten Jahren vertieft. Besonders stark macht sich die Alterung der Bevölkerung in strukturschwachen Gebieten abseits der Ballungsräume bemerkbar. Allein zwischen 2000 und 2015 haben Landkreise wie Suhl (minus 22 Prozent), Oberspreewald-Lausitz (minus 21,7 Prozent) und Spree-Neiße (minus 19,9 Prozent) jeden fünften Einwohner verloren. 

Aber bei weitem nicht alle ländlichen Räume überaltern. Generell ist das Durchschnittsalter in Teilen Bayerns und Baden-Württembergs sowie im Nordwesten Deutschlands besonders niedrig. So haben der BBSR-Auswertung zufolge einige Landkreise im Westen – wie Vechta (40,0) oder Cloppenburg (40,1) –eine vergleichsweise junge Bevölkerung.

Ein Grund dafür sind hohe Geburtenraten. Neben Universitätsstädten wie Tübingen, Erlangen, Regensburg oder Eichstätt haben auch einige Umlandkreise der wirtschaftsstarken Metropolen ein niedriges Durchschnittsalter, beispielsweise Freising (40,6) und Erding (41,4) bei München. Viele Familien zieht es hier aus den Kernstädten ins engere Umland.

www.bbsr.bund.de

Dieser Artikel erschien in der Printausgabe 04/2017 (#80).
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