Mit dem Muster-Weg zum grünen Strom

Intuitive AVA und starkes Kostenmanagement

Bauplaner 04/2022
Spectra Logic Corporarion
IRT
Software
Digitalisierung
Seit über 25 Jahren lebt die juwi AG die Vision von 100 Prozent erneuerbaren Energien im Strombereich. Heute zählt sie zu den führenden Spezialisten für erneuerbare Energien. Das Unternehmen mit weltweit rund 1.000 Mitarbeitern bietet die komplette Projektentwicklung sowie zahlreiche Dienstleistungen rund um den Bau und die Betriebsführung erneuerbarer Energieanlagen an. Zu den Geschäftsfeldern der juwi-Gruppe zählen vor allem Projekte mit Wind- und Solarenergie. Etwas vereinfacht kann man auch von einem großen Ingenieurbüro mit bauausführender Abteilung und Serviceeinheit sprechen (Abb. 1).

Mit 23 Lizenzen der ORCA AVA arbeitet die bauausführende Abteilung der juwi-Gruppe zur Zeit. „Wir setzen ORCA AVA sehr umfangreich ein, sowohl in der Planungsabteilung als auch im Einkauf. Alle verantwortlichen Kolleginnen und Kollegen können auf das gleiche LV zugreifen“, so Angelo Schwarz, Elektrotechnikermeister bei der juwi AG und zuständig für die Planung und Bauüberwachung von Umspannwerken. Damit bei der Vielzahl von Mitarbeitern, die mit der Ausschreibung arbeiten, ein reibungsloser Workflow gegeben ist, legt die Planungsabteilung viel Wert auf die sorgfältige Erstellung und kontinuierliche Pflege von Muster-LVs. Für die beiden von der juwi AG angebotenen Technologien – Wind und Solar – gibt es auch übergeordnete Leistungsverzeichnisse. Die AVA-Software bietet dafür komfortable Funktionen, vor allem mit der Erstellung eigener Bibliotheken. Auf die Struktur, die der Anwender konkret für sein Team definiert, kann bei allen neuen Projekten zurückgegriffen werden (Abb. 2).

„Wir bilden darin die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen ab oder die Errichtung eigener Umspannwerke zur Einspeisung in das Hochspannungsnetz“, erklärt Angelo Schwarz exemplarisch und erläutert weiter: „Für die Errichtung von Windenergie-Anlagen werden Flächen für das Fundament sowie für die Bauphase benötigt. Dieser Flächenverbrauch wird durch umfangreiche Maßnahmen ausgeglichen. An Waldstandorten zum Beispiel wird neuer, meist höherwertiger Wald neu aufgeforstet, oder man nimmt Teile des Waldes für mehrere Jahrzehnte aus der Bewirtschaftung heraus.“ Effiziente AbwicklungIm Bereich der Windkraft arbeiten er und seine Kolleginnen und Kollegen mit Muster-LVs zum Wegebau, für Kranstellflächen, Fundamentgründung oder Kabeltiefbau. Den großen Vorteil dieser Arbeitsweise sieht Schwarz in der Effizienz und Vergleichbarkeit. Die einzelnen Positionen in den Gewerken sind bei jedem Vorhaben zu 95 Prozent dieselben. Im LV des Kabelbaus z.B. wählt der Anwender dann nur noch den passenden Normkabelquerschnitt und ergänzt die entsprechenden Maße, nicht benötigte Positionen löscht er für dieses Projekt. So bleibt die Nummerierung bestehen und die LVs verschiedener Vorhaben werden vergleichbar; mit dieser Logik kann ein durchschnittlicher Preis einfach ermittelt werden. Im Preisspiegel ziehen die Bauleiter nicht nur die Werte des Unternehmers heran, an das der Auftrag vergeben werden soll, sondern können auch weitere Preise miteinbeziehen, damit schaffen sie sich einen guten Überblick über die aktuelle Marktsituation. Auch für die bietenden Firmen ist die Vergleichbarkeit ein Vorteil: Zwar finden die Ausschreibungen immer am Markt statt, die Unternehmen dieses Sektors sind jedoch oft deutschlandweit tätig. Eine Zusammenarbeit wiederholt sich, die Ausschreibung mit ORCA AVA wird von den Firmen im Aufbau wiedererkannt, Angebote können schnell an die juwi AG abgegeben werden.

Jahresbedarf für 14.000 Haushalte
Im Windpark „Roßkopf“, der nördlich von Flörsbachtal im hessischen Teil des Spessarts liegt, produzieren sechs Windenergie-Anlagen seit Juli 2020 erneuerbaren Strom, sie erzeugen circa den Jahresbedarf von 14.000 Haushalten. Für dieses Projekt entstand eine Kabeltrasse mit einer Länge von 28 km (Abb. 3). Bereits bei der Erstellung des ersten LVs griff Schwarz auf die Durchschnittspreise zurück und gewann damit einen schnellen Überblick über die Kostensumme. Unter anderem der gesamte Kabelbau mit den Arbeiten für den Kabelpflug, Spülbohrungen, dem Aufbrechen und Wiederherstellen von Oberflächen und den Verlegearbeiten konnte so angelegt werden. Der Bauleiter erstellte die GAEB-Datei, die im Anschluss vom Projekteinkäufer versandt wurde. Nach Rückgabe der Angebote konnte nicht nur der Vergleich zwischen den verschiedenen Anbietern gezogen werden, sondern man hatte auch den marktüblichen Preis im Blick. Schlichte Eingabefehler der Bieter – zum Beispiel das Verrutschen einer Kommastelle – konnten schnell erkannt und die Firmen zur Abgabe eines korrigierten Angebots aufgefordert werden. Schwarz und seine Kollegen sehen in der übersichtlichen Struktur von ORCA AVA eine Grundlage ihrer effizienten Arbeitsweise: „Die Vergleichbarkeit und die Einheitlichkeit durch Muster-LVs machen es leicht, dass sich im Vertretungsfall auch andere Kollegen schnell zurechtfinden. Mit ORCA AVA erstellen wir die Ausschreibungen für die komplette Infrastruktur der Anlagen.“ Und wenn neue Aufgaben warten, wie derzeit das Repowering von bereits in die Jahre gekommenen Windkraftanlagen, wird eine neue Vorlage in ORCA AVA erstellt. Mit Effizienz und konsequenter Struktur erreicht man das Ziel: den grünen Strom.

www.orca-software.com
www.juwi.de

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