Modern, großzügig, offen

Brandschutz im neuen Hauptsitz der Essener Funke-Mediengruppe

bauplaner 11/2019

Ein schwarzer, glänzender Gebäudekomplex mit einem separaten silbernen Medienturm an der Spitze – und darauf 7,5 Meter hoch und 40 Meter lang Deutschlands größte „Newswall“ mit aktuellen Nachrichten. Das ist das neue Funke Medienhaus mitten in Essen.

Das Medienhaus steht im Westviertel der Stadt, auf dem 13 Hektar großen Areal des ehemaligen Güterbahnhofs. Die Gegend wird seit dem Jahr 2000 kontinuierlich zum neuen Universitätsviertel „Grüne Mitte Essen“ umgebaut. Das optische Gestaltungskonzept des 80 Millionen Euro teuren Gebäudekomplexes basiert auf den Farbtönen Schwarz, Silber und Weiß und erinnert an den Prozess des Druckens und damit an die Ursprünge des Medienkonzerns. Nach knapp dreijähriger Bauzeit arbeiten seit Januar 2019 rund 1.100 Mitarbeiter im neuen Funke-Stammsitz. Bekannte Tageszeitungen oder Wochenmagazine werden dort redaktionell erstellt und herausgegeben.

Auf rund 37.000 Quadratmetern bietet das Medienhaus den Mitarbeitern eine Umgebung und Atmosphäre, die kreatives und gemeinsames Arbeiten fördert. Deshalb sollte die neue Zentrale auch den gestiegenen Anforderungen an moderne Arbeitswelten Rechnung tragen: Lichtdurchflutete Büroräume, modulare Konzepte mit offenen Strukturen und Rückzugsorten bieten nun das Umfeld für kreativen Journalismus. Aber der Firmensitz ist nicht nur ein Gebäude der Kommunikation nach innen. Mit seinem öffentlich zugänglichen Mediencafé, Servicepoints und Veranstaltungsräumen bietet er den Mitarbeitern diverse Möglichkeiten mit Kunden und Lesern ins Gespräch zu kommen. Im Hauptgebäude gibt es mit der Funke-Medialounge und der Dachterrasse exklusive Eventflächen. Zum Haus gehören auch eine eigene Kindertagesstätte und ein Fitnessstudio.

Brandschutz mit Leichtigkeit

Das Gebäude erfüllt höchste Standards und baurechtliche Normen, natürlich auch beim Brandschutz. Möglich wurde das durch den Einsatz von Brandschutztüren und -toren von Novoferm. Der Hersteller erweiterte mit den verbauten Produkten auch den gestalterischen Spielraum der Planer und variierte die eingesetzten Türe und Tore den Anforderungen des Gebäudes entsprechend. Brand- aber auch Schallschutz, so die Philosophie dahinter, sollte die Gestaltung und die Funktion des Gebäudekomplexes nicht einschränken, sondern wo immer möglich unterstützen. Tatsächlich ist im öffentlichen Bereich und in den Bürolandschaften vom Brandschutz nahezu nichts zu sehen. Möglich wurde das durch den Einsatz von Novoferm Aluminium Rohrrahmentüren der Serie „NovoFire“ in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Ausstattungen. Sie sorgen durch ihre schmalen Profile und großen Glasflächen für die gewünschte Transparenz bei hoher Sicherheit. Der im Erdgeschoss offen gestaltete Übergang vom Foyer zur Kantine ist in der Brandachse durch zwei zweiflüglige große Novoferm Feuerschutz-Schiebetore „T90 SKE 2“ mit den Maßen 8.340 mm x 4.000 mm gesichert, die im Brandfall selbstständig automatisch schließen.

Thomas Zauner, bei Novoferm zuständig für das Projekt, sagt: „Feuerschutz-Schiebetore in diesen Abmessungen sind für uns Tagesgeschäft und Herausforderung zugleich. Sie müssen den ästhetischen Anforderungen genügen und im Brandfall ihre Funktion zu 100 Prozent erfüllen. Deshalb ist eine fachgerechte Montage wichtig. Sie ist oft die Achillesferse beim Brandschutz. Hier haben wir die Qualität durch unsere Fachmonteure gesichert. Das gilt natürlich für alle von uns im neuen Funke-Stammsitz verbauten Türen und Tore.“
Die Variationsbreite der Novoferm-Lösungen gab den Planern die notwendige Flexibilität. Schließlich galt es, Räume mit ganz verschiedenen Funktionen zu schützen, ohne bauliche oder optische Hindernisse zu schaffen: Foyer, Redaktion, Verwaltung, Gastronomie, Event-Bereich, Fitnessstudio, Kindertagesstätte und die Zugänge zum Treppenhaus und zu den Fluren sowie die Parkflächen im Untergeschoss– dort ist viel Bewegung. Medienmitarbeiter leben vom Austausch und wollen ohne bauliche Hindernisse kommunizieren. Eingesetzt wurden dafür insgesamt 112 Novoferm Rohrahmenelemente aus Aluminium der Serie „NovoFire“, als Rauchschutztür RS und in der Feuerwiderstandsklasse T30, sowohl ein- als auch zweiflügelig, teilweise mit Seitenteilen sowie Rauch-, Schallschutz und RC2-Anforderungen.
Weiterhin kamen 155 ein- und zweiflügelige Feuerschutz- und Mehrzwecktüren der Serie „NovoPorta Premio“ zum Einsatz. Die aus Stahl gefertigten T30, T90 und MZ-Türen sichern auf jeder Gebäudeebene und vor allem im Untergeschoss die Funktions- und Technikbereiche. Neben den zwei großen T90 Feuerschutz-Schiebetoren im Gastronomiebereich des Erdgeschosses wurde in der Lounge, im Wartebereich des 1. Obergeschosses, ein T90 SKE 1 mit einer einflügligen Breite von 3.610 mm und 2.480 mm Höhe mit Schlupftür montiert. Ein viertes 6.000 mm x 2.300 mm großes T90 SKE 2-Feuerschutz-Schiebetor mit Schlupftür wurde im Untergeschoss in der hauseigenen Parkgarage und in Deckenmontage als Niedrigsturz verbaut.