Offenes Konzept mit Weitblick

Sicht- und Sonnenschutz für verschiedene Raumnutzungen

bauplaner 01-02/2020
Licht & Gebäudetechnik

Eine lichtdurchflutete Ausstellungshalle, repräsentative Büros, eine Werkstatt, Besprechungs- sowie Aufenthaltsräume, ein großes Lager und eine hauseigene Fahrradteststrecke im Außenbereich: Daraus setzt sich der neue Firmensitz des Fahrradherstellers Hercules zusammen.

Vom wachsenden Interesse an Fahrrädern und E-Bikes, die im Zuge des Klimawandels eine wichtige Rolle in puncto Mobilität einnehmen, profitiert auch der Fahrradhersteller Hercules. Aufgrund der hohen Nachfrage sowie der steigenden Mitarbeiterzahl entschied sich das Unternehmen für den Bau eines neuen Firmensitzes auf einer rund 5.900 Quadratmeter großen Grundstücksfläche im Emsteker Eco-Park bei Cloppenburg. Das Gebäude bietet ausreichend Platz für moderne Arbeitsplätze und einen weitläufigen Showroom.
Das L-förmige Bauwerk ließ das Unternehmen nach Plänen des Kölner Architekturbüros m2p Architekten vom Projektbauspezialisten Brüninghoff realisieren. Um in den Räumlichkeiten eine offene Atmosphäre zu schaffen, eine möglichst hohe Tageslichtnutzung zu erzielen und den Mitarbeitern im Bürotrakt zudem eine Sichtverbindung nach außen zu gewährleisten, entschied sich das Unternehmen für einen großen Glasanteil in der Fassade. Schutz gegen die direkte Sonneneinstrahlung, Blendungen und eine übermäßige Erhitzung im Sommer bietet das Sonnen- und Sichtschutzkonzept des Unternehmens Lameko aus Coesfeld: 20 Raffstoren „E 80 A6 S“, zehn Fenstermarkisen mit „easyZIP“-Führung und fünf Pergola-Markisen „Perea P40“ von Warema sorgen – in Verbindung mit dem Steuerungssystem „Wisotronic“ von Warema – für ein angenehmes Klima im Arbeits- und Pausenbereich.

Grau, Weiß, Glas

Eine besonders große Glasfläche erstreckt sich zur Straßenseite: Dort werden die Fahrräder in einer 1.000 Quadratmeter großen Ausstellungshalle in Szene gesetzt. Über eine offene Galerie im ersten Obergeschoss schließt der Bürotrakt an. Auf dieser Ebene befindet sich auch ein Gemeinschaftsbereich inklusive Küche. Hier dominiert ein großer Anteil an verputzten Wänden in Betonoptik und Holz. Letzterer erstreckt sich über den Parkettboden bis hin zu raumhohen Eichentüren. Die weitere Einrichtung setzt sich aus Weiß- und Grautönen zusammen. Auch außen sticht, neben den Fensterflächen, die graue Farbgebung hervor, die in der Fassadenbekleidung mit großformatigen Aluminiumtafeln aufgegriffen wird. Die seidenmatten, graphitgrauen Sonnenschutzsysteme passen sich optisch an das Gesamtbild des Firmensitzes an, während sie im eingefahrenen Zustand kaum zu erkennen sind. Die Mitarbeiter von Lameko montierten die Raffstoren im Bürotrakt noch bevor die Aluminiumfassade vorgebaut wurde, sodass die Anlagen hinter dieser verschwinden. Auch die Pergola-Markisen Perea P40 wurden mittels eines eigens angefertigten Gestells auf den Fensterrahmen der überdachten Terrasse verbaut. Die easyZIP-Markisen im Ausstellungsbereich integrieren sich harmonisch in die Pfosten-Riegel-Fassade.

Dezent, aber effizient

Die von Lameko optisch bewusst dezent eingesetzten Warema-Produkte schaffen in den Aufenthaltsbereichen der Mitarbeiter ein angenehmes Klima zu jeder Tages- und Jahreszeit. So lässt sich das Sonnenlicht beispielsweise im Bürotrakt über die Raffstoren je nach persönlichen Vorlieben in den Innenraum lenken. Verdeckt eingebaute 230-V-Motoren sorgen dabei für Komfort auf Knopfdruck. Einstellbar sind die 60 Millimeter breiten und ca. 0,44 Millimeter starken, gewölbten Lamellen in nahezu jedem Winkel. Damit ermöglichen die Raffstoren einen angenehmen  Lichteinfall bei gleichzeitigem Blend- und Sichtschutz. Erreichen die Lamellen die eingebauten Endpositionen, schalten integrierte Schutzschalter im Motor den Antrieb automatisch ab.

Über diese automatische Endschaltung verfügen auch die fünf Pergola-Markisen Perea P40 auf der 136 Quadratmeter großen überdachten Dachterrasse. Letztere dient als Pausen- und Rückzugsort. Nach Osten ausgerichtet, bietet sie einen weiten Blick in die Natur. Die Markisen garantieren als Schattenspender unter anderem Schutz vor tief stehender Sonne. Dabei läuft das Markisentuch durch die Befestigung an ein Federstahlband direkt in den Führungsschienen, sodass kein Lichtspalt zwischen Schiene und Stoff entsteht. Der Behang wird beim Ein- und Ausfahren über eine Welle auf- beziehungsweise abgewickelt. Eingebaut ist ein 230-V-Rohrmotor.
In der Ausstellungshalle, in denen sich Händler einen ersten Eindruck über aktuelle Fahrradmodelle verschaffen können, sorgen die Markisen mit easyZIP-Führung in Kombination mit einem oben liegenden Vorbau ebenfalls für eine angenehme Beschattung. Über seitliche Führungsschienen wird das Markisengewebe aus hundertprozentigem Acryl hoch- und tiefgefahren. Das stabile System hält Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde stand. Für einen maximalen Behangschutz sorgt der elektronische Antrieb, der sensibel auf Hindernisse und Witterung reagiert.

Sicher und wartungsarm

Zur Steuerung wurden die Produkte von den Lameko-Monteuren mit Wisotronic Bediengeräten verknüpft. Über diese lassen sich sowohl Raffstoren und easyZIP-Markisen als auch Pergola-Markisen den jeweiligen Witterungsverhältnissen entsprechend einstellen. Wind, Niederschlag und Helligkeit werden ebenso berücksichtigt wie Innen- und Außentemperaturen sowie die Uhrzeit. Auf diese Weise entsteht ein behagliches Raumklima, das aufgrund der automatischen Systemberechnung auch bei vorübergehender Abwesenheit erhalten bleibt.
Diese Funktion bietet nicht nur Komfort und Sicherheit, sondern schützt auch den Sonnenschutz selbst vor frühzeitigem Verschleiß.
Um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten, bestehen die Lamellen der Raffstoren aus korrosionsbeständig einbrennlackiertem Aluminium. Zusätzlich sind Unterschienen, Führungsschienen und Abstandshalter eloxiert beziehungsweise bei den Markisen pulverbeschichtet. Auch die Markisentücher bestehen aus reißfestem sowie schmutz- und wasserabweisendem Stoff. Diese Eigenschaften machen die Produkte robust und witterungsfest.

www.lameko.de

BAUTAFEL

Bauvorhaben: Unternehmenszentrale der Hercules GmbH im Eco-Park, Emstek
Bauherr: Hercules GmbH, Köln
Architekt: m2p Architekten Martin & Porten Part GmbB, Köln
Generalbauunternehmen: Brüninghoff GmbH & Co. KG, Heiden
Sonnenschutz: Lameko GmbH Sonnen- und Sichtschutztechnik, Coesfeld
Bauzeit: Mai 2018 bis Mai 2019
Sonnenschutzmontage: Januar 2019