Wie Balkonverglasungen die Umwelt schützen

Energieeffizienz und CO2-Bilanz

Bauplaner 09/2022
Elemente
Green Engeneering: Umwelt, Energie, Mensch
Ob Neubau oder Renovierungsprojekt: Mit einer Verglasung des Außenbereichs lassen sich Energiekosten reduzieren und Treibhausemissionen senken.

Mit einer Lumon-Balkonverglasung lassen sich durchschnittlich 548 kWh pro Jahr einsparen, wie die finnische Tampere University of Technology in einer Studie analysiert hat. Da auch die angrenzenden Räume weniger geheizt werden müssen, kann in Deutschland mit Energieeinsparungen von durchschnittlich 8,2 Prozent gerechnet werden. So lässt sich mit einer nachträglichen Verglasung beispielsweise die Energiebilanz von Bestandsgebäuden aus den 1960er und 1970er Jahren signifikant verbessern. Da Lumon bei der Fertigung zudem auf Nachhaltigkeit setzt, kann durch eine Balkonverglasung insgesamt sogar mehr CO2 abgebaut als verursacht werden. Auch der deutlich reduzierte Sanierungsaufwand von Balkon und Fassade wirkt sich positiv auf Budget und Umwelt aus. Durch eine Verglasung wird der Balkon zu einem behaglichen Raum, den Bewohner nahezu ganzjährig als Erweiterung ihrer Wohnung nutzen können – geschützt vor Lärm, Wind und Wetter. Das Dreh-/Schiebesystem von Lumon lässt sich zudem einfach öffnen und schließen und somit jederzeit an sich verändernde Wetterbedingungen anpassen. Die variablen Balkonverglasungen verbessern jedoch nicht nur den Wohnkomfort – sie tragen auch dazu bei, Energiekosten und Umweltbelastungen zu reduzieren.

Balkonverglasungen senken den Energieverbrauch
Bereits 2010 hat PhD Kimmo Hilliaho von Lumon die Energieeffekte von Balkonverglasungen an der finnischen Tampere University of Technology untersucht. Dabei wurde der Heizenergieverbrauch von verglasten und offenen Balkonen anhand von Feldmessungen und Computersimulationen miteinander verglichen. Auch Aspekte wie der Balkontyp, die Art der Wärmedämmung und die Auswirkung der Himmelsrichtung auf die Temperaturen wurden in der umfangreichen Studie berücksichtigt. Es stellte sich heraus, dass die Temperatur auf einem verglasten Balkon gewöhnlich 2 bis 15 Grad Celsius höher als die der Außenluft ist – abhängig von der Lage und Jahreszeit. So wird es dort beispielsweise im Frühjahr und Herbst sehr warm, besonders wenn der Balkon nach Süden ausgerichtet ist. Nicht nur auf dem Balkon wird es dadurch gemütlich: Auch die angrenzenden Räume werden erwärmt und müssen daher weniger geheizt werden. Außerdem wird durch den gläsernen Schutz der Balkon weniger der Witterung ausgesetzt. Der so geschützte Balkon bildet als belüfteter Raum eine Pufferzone zwischen Außen- und Innenbereich. Die Lumon-Systeme entsprechen damit einer 10 Zentimeter dicken Dämmung und wirken wie ein Wärmepuffer. Die finnischen Ergebnisse lassen sich auf deutsche Wohnverhältnisse übertragen, wie Referenzberechnungen belegen. Hierbei wurden Berliner Wohngebäude analysiert. Dabei lag die Energieeinsparung durch den Einsatz von Balkonverglasungen zwischen 5,6 und 12 Prozent, was einen Mittelwert von 8,2 Prozent ergibt.

Heizkosten sparen dank Balkonverglasung
Bewohner können die Temperatur in den Räumen hinter ihren verglasten Balkonen um durchschnittlich 1°C senken und somit ihre Heizkosten reduzieren – ohne Abstriche beim Wohnkomfort. Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach Balkonform: So erzielten innenliegende Balkone und Loggien bessere Werte als außenliegende Balkone mit L-Form oder U-Form. Da bei Balkonen mit Südausrichtung die Sonnenwärme am effektivsten wirkt, sind hier auch die Einsparungen am höchsten. Dabei ist es optimal für die Energiebilanz, wenn die Verglasung in der kalten Jahreszeit weitgehend geschlossen bleibt und die Belüftung der angrenzenden Räume über den Balkon erfolgt. Denn so ist die frische Luft bereits angewärmt, was ein unnötiges Abkühlen der Räume vermeidet und ebenfalls dazu beiträgt, Heizenergie zu sparen. Wie effektiv ein verglaster Balkon wirkt, hängt vor allem von der Temperatur auf dem Balkon ab. Dies wird neben dem Wetter maßgeblich vom Alter des Gebäudes beeinflusst. Je älter das Gebäude ist, desto stärker nimmt der verglaste Balkon den Wärmeverlust von innen auf.

Der Verglasungsschutz wirkt nicht nur im kalten Winter als Wärmespeicher, sondern auch im Sommer. Damit es dann nicht zu warm wird, können die Scheiben dank des flexiblen Systems einfach offenbleiben. Zudem lässt sich ein angenehmes Klima durch regelmäßiges Lüften und den Einsatz von Lumon-Sonnenschutzplissees erzielen. Diese werden maßgefertigt und können auch nachträglich angebracht werden.

Balkonverglasungen reduzieren CO2-Emissionen
Durch den Einsatz von Lumon-Verglasungen können mehr Treibhausemissionen reduziert werden, als durch die Herstellung entstehen, wie eine finnische Studie ergab. Dabei wurde eine 60 qm große Wohnung zu Grunde gelegt, bei der dank Balkonverglasung 84,3 kg CO2e pro Jahr eingespart werden können. Insgesamt wurde so eine durchschnittliche Ersparnis von 548 kWh ermittelt. Die CO2-Bilanz ist damit nach ca. vier Jahren ausgeglichen - wobei eine Balkonverglasung mit ca. 30 Jahren eine deutlich höhere Lebensdauer hat. Den größten Anteil am CO2-Fußabdruck haben dabei die Materialien, vor allem das eingesetzte Glas. Lumon stellt seine Systeme zu 95% Glas und Aluminium her, also aus nahezu vollständig recycelbaren Rohstoffen. Um den CO2-Fußabdruck weiter zu reduzieren, will Lumon in Zukunft den Anteil von recyceltem Glas daher steigern.

Ein weiterer Umwelt-Aspekt ist eine passgenaue Fertigung. Lumon-Balkonverglasungen werden jeweils individuell erst nach Auftragseingang gefertigt. Daher wird nichts auf Lager produziert, das dann womöglich später wieder entsorgt werden müsste. Die durch Herstellung, Transport und Montage entstehenden Umweltbelastungen werden dank der hohen Energieeinsparungen durch die Balkonverglasung innerhalb von etwas mehr als drei Jahren ausgeglichen. Abfälle, die während der Produktion entstehen, werden fast komplett wiederverwertet. Auch das Verpackungsmaterial wird nach Verwendung erneut genutzt.

Kosten sparen durch besseren Fassadenschutz
Balkonverglasungen schützen die Bausubstanz eines Gebäudes und reduzierenden den Renovierungs- bzw. Sanierungsbedarf. So ergeben sich weitere Vorteile für die Umwelt auch aus dem geringeren Sanierungsaufwand der dahinterliegenden Fassade. Ein weiterer Vorteil ist die Langlebigkeit der Balkonverglasung: Die Lebensdauer bei einem verglasten Balkon beträgt je nach Wartung 60 bis 130 Jahre, bei einem offenen dagegen oft nur 35 Jahre. Dadurch werden auch auf lange Sicht weniger Materialien verbraucht.

Balkonverglasungen sorgen somit nicht nur für mehr Wohnkomfort und eine elegante Optik der Fassade – sie tragen auch signifikant zu Energieeinsparung, Umweltschutz und Kostenersparnis bei, ob bei Neubauten oder Sanierungsprojekten.