Abdichtung alter Klostermauern

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Werden alte Zweckgebäude neuen Bestimmungen zugeführt, stehen die Bauherren oft vor vielschichtigen Herausforderungen – sei es durch energetische Auflagen oder solchen des Denkmalschutzes. Mit einem Problem haben vermutlich fast alle alten Gebäude zu kämpfen: zu viel Feuchtigkeit und eine fehlende oder defekte Abdichtung. Dies ist zum Beispiel bei der "Klosteranlage Olewig" in der Eifel so, bei der eine umfassende Abdichtung nötig war, damit die Gebäude überhaupt für Wohnzwecke genutzt werden können.

Sanierungslösungen für neues Wohnen in umgenutzten Bestandsgebäuden

In der malerischen Eifel nahe Trier entsteht eine neue Wohnanlage. Das Besondere dabei: Beim Bauvorhaben „Klosterhof Olewig“ ergänzen sich Alt- und Neubau.

Neben dem Hauptgebäude der ehemaligen Klosteranlage des Ordens der Borromäerinnen gehört die direkt angrenzende ehemalige mittelalterliche „Hungerburg“, deren Grundmauern aus dem 12. Jahrhundert stammen, zum Ensemble. Dazu kommen weiteren Bestandsgebäude. Zwei Wohngebäude als Neubauten vervollständigen das Gelände.

Die Abdichtung des Hauptgebäudes, der Hungerburg, einer kleinen Kapelle und einem weiteren Nebengebäude oblag dem Unternehmen Lellinger Sanierungstechnik GmbH in Trier, das zum bundesweit vertretenen Getifix Sanierungsnetzwerk gehört. Die Klostermauern mussten abgedichtet werden. Da, wo es möglich war, wurde das alte Mauerwerk für eine Außenabdichtung freigelegt. Wo dies aus bautechnischen Gründen nicht ging, dichteten die Experten die Mauern von innen mittels Flächeninjektion in den Baukörper ab. Dazu wird ein spezielles wasserundurchlässiges Acrylat-Gel als Sperre in den Baukörper eingebracht, das Poren, Risse, Fugen, Durchdringungen und Hohlräume ausfüllt  und dadurch eine Abdichtungsebene in der undichten Wand bildet. So wird jeglicher Wassertransport unterbunden.

In exakt vorgegebenen Abständen werden flächenhaft angeordnete Injektionsbohrungen in die Wand erstellt, in die das Gel hineingedrückt wird. Bohrungen von 30 bis 100 cm Tiefe waren dazu bei den alten Klostermauern notwendig.

„Zusätzlich mussten in einigen Abschnitten auch Horizontalsperren eingebracht werden. Dort hatten wir es mit Wandstärken von 1 – 1,20 Metern zu tun“, erklärt Geschäftsführer Oliver Olk. „Teilweise sogar bis über 2 Meter. An solchen Stellen wurde dann von zwei Seiten gearbeitet. 900 bis 1.000 Meter Horizontalsperren haben wir so gezogen.“
Seine erfahrenen Mitarbeiter durchbohrten alle zehn Meter die Wand, um sicher zu gehen, dass die Horizontalsperre nicht verspringt. „Das Gefüge bei solchen alten Mauern ist ja nicht homogen und lotrecht“, sagt Oliver Olk, „die Wände sind krumm und schief.“
Deshalb kontrollierte ein Mitarbeiter die Arbeiten penibel, unter anderem mit einer endoskopischen Kamera.

„Der Bauherr ist sehr zufrieden mit unserer Arbeit“, berichtet Oliver Olk. „Wir freuen uns darüber, dass durch unsere Einsatz wieder neues Leben in diese alten Klostermauern einziehen kann.“

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