Auszeichnung "BuGG-Gründach des Jahres" 2021 verliehen

greenBUILDING
Aus der Branche
Green Engeneering: Umwelt, Energie, Mensch

Der Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG) führt seit 2001 jährlich die Wahl zum Gründach, zur Fassaden- und Innenraumbegrünung des Jahres durch. BuGG-Mitglieder können schöne Objekte einreichen die Wahl erfolgt dann im Rahmen einer Mitgliederversammlung oder einer Veranstaltung.

Ende 2021 nutzte der BuGG die Gelegenheit und die große Teilnehmendenzahl beim online durchgeführten "Bundeskongress Gebäudegrün" und ermöglichte die Teilnahme zur Abstimmung in digitaler Form. Als Sieger zum "BuGG-Gründach des Jahres 2021" wurde dabei die gestaltete und begehbare Dachbegrünung des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg gewählt – eingereicht vom BuGG-Mitglied Landschaftsarchitektur+.

Das Objekt umfasst insgesamt ca. 3.870 m² Dachfläche auf verschiedenen Ebenen, davon begrünt wurden mit 2.440 m² mehr als die Hälfte. Die Begrünung ist sowohl als extensive Dachbegrünung in mehrschichtiger Bauweise mit 4 cm Dränage, Filtervlies und 11 cm Extensivsubstrat als auch in Form einer Intensivbegrünung (Dachgarten) auf den niedrigeren Terrassen und dem Aufenthaltsbereich der Mensa ausgebildet. Der begehbare Dachgarten besteht ebenfalls aus einem mehrschichtigen Aufbau: 6 cm Kunststoffdränage, Filtervlies, etwa 5-45 cm Untersubstrat (in den höheren Bereichen mit Baumpflanzungen) und 35 cm Intensivsubstrat. Die Pflanzenauswahl umfasst Stauden, Gräser und Gehölze.


Durch Rampen und Treppen zwischen den Ebenen wurden Verbindungen und eine Möglichkeit zur Durchquerung des Campus auf der Ost-West-Achse geschaffen. Dank verschiedener Sitzgelegenheiten an den geschwungenen Wegen kann der Dachgarten als Rückzugsfläche und "grüner Verweilort" genutzt werden. Das umfassende Beleuchtungskonzept sorgt auch bei Dunkelheit für eine Nutzbarkeit und eine besondere Stimmung auf dem Dach.

Trend zum Gründach nimmt jährlich zu

Der Preisträger mit seiner beispielhaften und nachahmungswürdigen Gründachanlage spiegelt auch den Trend wider, den der BuGG in seinem "Marktreport Gebäudegrün 2021" beschrieben hat: die Flächen der Intensivbegrünungen, und damit die Nutzung der Dachflächen als Freizeit- und Wohnraum, nehmen jährlich zu. So waren es im Jahr 2020 schon 18 Prozent der in Deutschland begrünten Dachflächen.

Bautafel

Objekt: Dachbegrünung, Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie, Hamburg

Baujahr: 2021

Flächengröße Dachbegrünung: 3.210 m²

Bauherr: Max-Planck-Gesellschaft, Hamburg

Architekt: Architekturbüro hammeskrause architekten, Stuttgart

Pflanzplanung: Prof. Mark Krieger, OST Rapperswil

Landschaftsarchitekt: Landschaftsarchitektur+, Hamburg

Begrünungsaufbau: Extensive Dachbegrünung in 3-schichtiger Bauweise und intensive Dachbegrünung in 4-schichtiger Bauweise

Gründachsystem: Optigrün international AG

Ausführender Betrieb: Garten- und Landschaftsbau Klaus Hildebrandt GmbH, Hamburg

Weitere Informationen

Mehr über die weiteren Platzierungen und die BuGG-Wettbewerbe in den Bereichen Fassaden- und Innenraumbegrünung erfahren Sie unter www.gebaeudegruen.info

Anzeige

Jetzt HDI Ingletter lesen!

HDI_INGLetter_Mai_2022_HB.png
HDI_INGLetter_Mai_2022_DB1.png

Die Haftung von Architekten...
In­ge­nieu­ren und Bau­un­ter­neh­mern für Drit­te und Em­bar­gos
Durch bei­spiels­weise Em­bar­gos bzw. San­ktio­nen also mit­tel­bar­en Ein­grif­fen durch den Staat, die EU oder an­de­re sup­ra­na­tio­na­le In­sti­tu­tio­nen als Drit­tem in das Bau­vor­ha­ben während der Pla­nungs- oder Aus­führ­ungs­pha­se kann es zu Haft­ungs­fra­gen kom­men. In diesem Zu­sam­men­hang sol­len Fra­gen zur Haf­tung des Bau­plan­ers und eine mö­gli­che Haf­tung des Bau­un­ter­nehm­ers näh­er be­leuch­tet wer­den.

 
HDI_INGLetter_Mai_2022_DB2.png

Datenschutz...
im digitalen Zeitalter

Die Er­fas­sung und Spei­che­rung von Kun­den­da­ten, die Ver­sen­dung von E-Mails, die Nut­zung di­gi­ta­ler Ar­beits­met­ho­den wie Buil­ding-In­for­ma­tions-Mode­ling (BIM) und Droh­nen, die Durch­füh­rung von Web-Mee­tings und Home-Of­fi­ce ge­hö­ren zur täg­li­chen Ar­beit. Da­mit sind zwangs­läu­fig auch Haft­ungs­ri­si­ken ver­bun­den, die zu Da­ten­ver­än­de­run­gen oder Da­ten­be­hin­der­un­gen bei Drit­ten führ­en.