Bauingenieure: 4 Tipps zur effizienten Digitalisierung

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Digitalisierte Vorgänge im Bauwesen sind keine Neuheit der letzten Jahre, sondern bestehen bereits seit einiger Zeit. Ganzheitlich betrachtet gibt es aber Nachholbedarf in vielen Bereichen. Dabei mangelt es Bauingenieuren nicht an Bewusstsein für die Chancen und Vorteile der Digitalisierung, viel eher ist die Umsetzung lückenhaft. Wie Bauingenieure die Digitalisierung der Baustelle ganzheitlich vorantreiben und effizienter umsetzen können ist Gegenstand dieses Artikels.

Autor: Bmstr. Walter Fürthauer

1. Die beste Lösung suchen und beherrschen

Ganzheitliche Digitalisierung kann nur funktionieren, wenn im Zentrum aller Vorhaben Softwarelösungen stehen, die sich für die Aufgaben, die bewältigt werden müssen, auch eignen. Da Bauingenieure bei der Konzeption, Planung, Konstruktion und dem Betrieb von Bauwerken involviert sind, muss eine digitale Lösung dementsprechend viel können.

Es ergibt keinen Sinn, Microsoft Word für die Dokumentation, Excel für die Erstellung von Listen und WhatsApp als primäres Kommunikationstool zu nutzen. Mängel auf der Baustelle etwa werden häufig noch analog mit Zettel, Stift und Kamera festgehalten. All diese Ansprüche müssen von einer Bau-App oder Projektmanagement-Software erfüllt werden.

Mehr zum Thema erfahren Sie im Bauplaner-Beitrag Baustellen und Mängel digital im Griff

Bauingenieure, die neben Architekten und Baumeistern ebenfalls eine leitende Position bei Bauvorhaben einnehmen können, sollten die Vorteile einer digitalen Baustelle samt Baumanagement-Software kennen und für sich selbst nutzen. Es gilt, die für die Praxis bestmögliche Softwarelösung zu finden und zu beherrschen.

2. Standards etablieren

Beim Prozess der Digitalisierung auf der Baustelle konnten nicht alle Instanzen mithalten, in vielen Bereichen gibt es Lücken. Die verschiedenen Bereiche der Baustelle müssen auf den neuesten Stand gebracht werden.

Dazu gehören nicht nur alle Bauphasen von Planung bis Übergabe, sondern auch die menschliche Komponente. Gerade Entscheidungsträger und Mitarbeiter von Bauvorhaben begegnen digitalen Maßnahmen häufig noch mit Skepsis. Daraus resultieren unter den Verantwortlichen einer Baustelle massive Diskrepanzen hinsichtlich des Einsatzes von Technologien.

Weitere Informationen zum Zeitplan durch alle Bauphasen unter bau-master.com

Digitale Vernetzung im Bauwesen funktioniert aber nur dann reibungslos, wenn sie von allen am Vorhaben beteiligten Menschen getragen wird. Damit dies in die Realität umgesetzt werden kann, braucht es einerseits die bereits erwähnten Tools in Form von Software. Ziel ist es, Kommunikation, Planung, Projektmanagement, Baudokumentation und Ressourcenmanagement mit einer Software abzuwickeln, die in allen Bauphasen genutzt werden kann und als ganzheitlicher Standard dient, den alle involvierten Parteien konsequent nutzen.

3. Mitarbeiter überzeugen und schulen

Für Bauingenieure und andere Führungskräfte heißt es, dass Überzeugungsarbeit geleistet werden muss, um Veränderungen langanhaltend zu implementieren. Damit Maßnahmen der Digitalisierung auch Einzug an der Baustelle halten, müssen ihre Vorteile hervorgehoben werden und an beteiligten Parteien kommunizieren werden – dies gilt für alle Ebenen.

Folgende Chancen bietet eine digitale Baustelle:

  • Gesteigertes Wachstum
  • Bessere Wettbewerbsfähigkeit
  • Verbesserte Sicherheit (weniger Unfälle)
  • Weniger Fehler und Mängel auf der Baustelle
  • Schonung aller Ressourcen (Zeit, Material, Geld)
  • Optimiertes Qualitätsmanagement
  • Lückenlose Dokumentation

Häufig stehen einem ganzheitlich digitalisierten Bauvorhaben Wissenslücken gegenüber. Vor allem erfahrene Mitarbeiter, die ihre eigene Arbeitsweise über Jahre oder Jahrzehnte gefestigt haben, begegnen den Neuerungen im Unternehmen bzw. in der gesamten Branche mit Misstrauen.

Abgesehen von der bereits genannten Überzeugungsarbeit können Schulungen die vorherrschenden Zweifel ausräumen. Mit Kursen kann die Belegschaft dazu motiviert werden, sich digitale Kompetenzen anzueignen und von diesen im Zuge der täglichen Arbeit zu profitieren.

Mehr zum Thema "Change Management Methoden" lesen Sie z.B. unter techminds.de

4. Digital Natives als Fachkräfte gewinnen

Der erwähnten Skepsis und Verunsicherung stehen junge Fachkräfte gegenüber, die sich für ihre (zukünftige) Anstellung eine komplett digitalisierte Baustelle wünschen bzw. sie als wichtiges Kriterium verstehen. Ohne ganzheitlich digitalisierte Abläufe und die damit verbundenen Vorteile wird es für Unternehmen schwer, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und junge, gut ausgebildete Fachkräfte zu gewinnen.
Sie beschäftigen sich schon während des Studiums mit der Automatisierung von Bauprozessen, der Vernetzung von Maschinen – Stichwort "IoT" (mehr zum "Internet of Things" z.B. auf wikipedia.org) – und innovativen Ideen für die Baustelle der Zukunft. Unternehmen, die die ganzheitliche Digitalisierung auf die leichte Schulter nehmen, werden den Anschluss verlieren.

Fazit

Bauingenieuren selbst sind die Vorteile der digitalen Baustelle in der Regel umfassend bekannt. Für ihre Arbeit, die die Konzeption, Planung, Konstruktion und Kontrolle umfasst, ist es wichtig, dass alle involvierten Parteien an einem Strang ziehen. Mit eigenem Know-how zu digitalen Maßnahmen kann die Basis für die effiziente Digitalisierung gelegt werden – es gilt, diese als Standard zu etablieren und alle Beteiligten von ihrem Nutzen zu überzeugen. Im Zentrum der digitalen Baustelle steht der Mensch.

Über den Autor

Der Gastautor des Artikels, Bmstr. Walter Fürthauer hat 20 Jahre Erfahrung in der Bauprojektleitung und kennt die Herausforderung am Bau genau. Seine Idee war schon immer das digital vernetzte Bauen, damit Bauprojekte als Team abgewickelt werden. Deshalb hat er die Baumanagement Software & App BauMaster® entwickelt, in denen sich das gesamte Bau-Know-How wiederfindet.

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