Energiestädte sind Vorreiter der Energiestrategie 2050

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Was haben Altbüron (LU), Bettwiesen (TG), Hofstetten-Flüh (SO) und Mettmenstetten (ZH) gemeinsam? Sie alle haben 2014 das Label Energiestadt zum ersten Mal erhalten. Sie wollen weniger Energie verbrauchen und mehr erneuerbare Energie wie Wasserkraft oder Solarstrom nutzen. Sie zeigen, dass auch kleine Gemeinden Grosses zu einer umweltfreundlichen Energiepolitik beitragen können.

Verliehen wird das Label vom Trägerverein Energiestadt. „Unabhängig von der Beratung im Parlament setzen die Energiestädte die Energiestrategie 2050 des Bundes bereits um“, sagte Präsidentin Barbara Schwickert an der heutigen Mitgliederversammlung in Vaduz. „Energiestadt kann jede Gemeinde werden, die sich für Energieeffizienz und erneuerbare Energie einsetzt, egal wie gross sie ist. Wir sind stolz, Gemeinden in allen Regionen zu unserem Kreis zählen zu dürfen.“

Seit Anfang 2014 haben 25 Gemeinden das Energiestadt-Label erstmals erhalten. Die Gesamtzahl der Energiestädte beträgt nun 364. In ihnen leben 4,4 Millionen Menschen, die Hälfte der Schweizer Bevölkerung. «Sie profitieren von effizienter und umweltfreundlicher Energieversorgung, von spürbar höherer Lebensqualität und von einer Stärkung der regionalen Wirtschaft», sagte Barbara Schwickert. 6 Gemeinden erhielten 2014 erstmals das Gold-Label, ein Rekord. Die 32 Schweizer Gold-Städte erfüllen nicht nur 50 Prozent, sondern 75 Prozent der Vorgaben.

Vier von zehn Energiestädten haben weniger als 5000 Einwohner. Seit 2014 tragen auch Altbüron (LU), Bettwiesen (TG), Hofstetten-Flüh (SO) und Mettmenstetten (ZH) das Label. Sie und viele weitere kleine Gemeinden tragen Grosses zu einer umweltfreundlichen Energiepolitik bei. Dem Trägerverein Energiestadt gehören 644 Gemeinden an. Energiestadt bildet einen zentralen Teil des Programms „EnergieSchweiz für Gemeinden“ des Bundes.

In Liechtenstein sind alle 11 Gemeinden Energiestädte, darunter Planken mit nur 430 Einwohnern. Josef Biedermann, Vorsitzender der Energie- und Umweltkommission, stellte an der Versammlung des Trägervereins in Vaduz einige der Massnahmen Plankens vor. Die Gemeinde versorgt die eigenen Gebäude ausschliesslich mit Strom und Wärme aus erneuerbarer Energie, schaltet in der Nacht die Strassenbeleuchtung ab und produziert mit der Trinkwasserleitung Strom. Sie fördert die wärmetechnische Sanierung von Privathäusern und thematisiert den Umgang mit Energie auf spielerische Art in der Primarschule. Zurzeit prüft sie die Möglichkeit, den Bewohnern ein e-Mobil zur Verfügung zu stellen.

Von der Vision eines „erneuerbaren Liechtensteins“ sprach Professor Peter Droege, Universität Liechtenstein, an der Veranstaltung des Trägervereins. Planken und die weiteren liechtensteinischen Energiestädte leisten einen wichtigen Beitrag dazu. Thomas Zwiefelhofer, Regierungschef-Stellvertreter von Liechtenstein, lobte auch die konsequente Energiepolitik der 11 Gemeinden und den Trägerverein Energiestadt. Dieser habe mit seinem Pioniergeist und der kreativen Labelidee ein vorbildliches Projekt mit internationaler Ausstrahlung ins Leben gerufen. „Es freut mich sehr, dass Liechtenstein als erstes Land mit 100 Prozent Energiestädten Teil dieses Erfolges ist“, sagte Thomas Zwiefelhofer.

Das Energiestadt-Modell ist ein Exportschlager: Der European Energy Award eea basiert auf dem Schweizer Label. Inzwischen haben mehr als 1500 Gemeinden in europäischen Ländern mit 35 Millionen Einwohnern die europäische Auszeichnung erhalten. 2014 ist erstmals Monaco zertifiziert worden.

Quelle: energieschweiz

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