Gewicht sparende Sanierung mit Liapor-Leichtbeton

Liapor GmbH & Co. KG

Objekte
Baustoff Beton
Aus der Branche
Bei der Sanierung der historischen Bahnbrücke in Schenkendöbern-Kerwitz wurden die seitlichen Gewölbedecken mit rund 100 Kubikmeter Liapor-Leichtbeton neu verfüllt. Das geringe Gewicht des Baustoffs sorgt dafür, dass sich die Auflast auf den Brückenbögen um rund 30 Tonnen reduzierte. Damit ist das über 100 Jahre alte Bauwerk wieder fit für die Belastungen der Zukunft.

Historische Bahnbrücke in Schenkendöbern-Kerwitz

Vor über 100 Jahren wurde die Bahnbrücke im brandenburgischen Schenkendöbern-Kerwitz erbaut und seitdem war das Bauwerk über der Bahnstrecke zwischen Cottbus und Guben dem Zahn der Zeit ausgesetzt. Die Folgen waren ein gerissenes und durchfeuchtetes Klinkermauerwerk, herausgebrochene Fugen, eine mangelhafte Abdichtung und ein stark verrostetes Geländer. Betroffen waren dabei hauptsächlich die beiden seitlichen gemauerten Bögen der Brücke, während der mittlere, als Platte ausgebildete Teil über den Schienen noch verhältnismäßig intakt war. Ganz offiziell bestätigte 2014 eine Brückenhauptprüfung die Schäden, die laut Gutachten die Standsicherheit an den Stirn- und Flügelmauern beeinträchtigen könnten. Im Anschluss spielte die Gemeinde Schenkendöbern mit Komplettabriss, Sanierung und Begrenzung für den Verkehr verschiedene Varianten durch, entschied sich aber letztlich für die Sanierung des Viadukts, zumal sich auch die Anwohner für den Erhalt des historischen Bauwerks eingesetzt hatten.

Rückbau der Erdbodenfüllung

Der Startschuss für die Sanierung fiel im Mai 2020 nach erfolgreicher Absprache mit der Deutschen Bahn AG über die notwendigen Streckensperrungen und nach Eingang eines positiven Förderbescheids durch das Land Brandenburg. Los ging es mit dem Rückbau des Fahrbahnbelags und des Bauwerks selbst. Dabei kam die Verfüllung auf den beiden Bögen zutage, die aus Erdreich bestand und komplett entfernt wurde. Auf den Bögen waren Aufmauerungen zu finden, die jedoch als intakt befunden und vor Ort belassen wurden. Dies gilt auch für den mittleren Brückenteil, der konstruktiv nicht verändert, sondern im Bestand übernommen wurde.

Leichte Neuverfüllung

Nach der Freilegung der Gewölbedecken ging es darum, im Zuge der Sanierung die Bögen mit einem neuen Material aufzufüllen. Zum Einsatz kamen dafür rund 100 Kubikmeter Liapor-Leichtbeton mit der Betongüte LC25/28 D1.6. „Der entscheidende Grund für die Wahl des Liapor-Leichtbetons war dessen geringe Dichte“, erklärt Peer Müller vom Bauunternehmen Gerd Müller GmbH in Cottbus, das den Eintrag und die Verarbeitung des Baustoffs übernahm. „Mit dem Einbau des Leichtbetons war sichergestellt, dass die Bögen weitaus weniger stark als zuvor beansprucht werden und es nicht zu einer zusätzlichen Belastung des historischen Bauwerks kommt.“ Gegenüber einer alternativen Verfüllung mit Bodenmaterial der Dichte von etwa 1,9 t/m³ ließen sich so insgesamt rund 30 Tonnen Gewicht einsparen und gegenüber einer Normbetonverfüllung sogar 90 Tonnen.

Perfekt für den Brückenbau

Verantwortlich für das geringe Gewicht des Liapor-Leichtbetons sind die darin enthaltenen Liapor-Blähtonkugeln mit ihrem luftporendurchsetzten Inneren und ihrer keramischen Außenhaut. Dadurch weist der Liapor-Leichtbeton ein deutlich geringeres Gewicht als Normalbeton auf, erreicht dabei aber die gleiche Festigkeit. Liapor-Leichtbeton eröffnet damit gerade im Brückenbau jede Menge gestalterische Freiräume, ohne Abstriche in der statischen Sicherheit machen zu müssen. Dazu kommt, dass jeder Liapor-Leichtbeton bei fachgerechter Anwendung hinsichtlich Festigkeit und Dauerhaftigkeit dem Normalbeton in nichts nachsteht.

Fit für alle Belastungen

Der Liapor-Leichtbeton für die Brückensanierung wurde vom Luckauer Beton Werk GmbH & Co. KG in Luckau hergestellt und geliefert. Im August 2020 erfolgte der Betoneinbau auf die Bögen vom Fahrmischer aus über Schüttkübel. Auf den Bögen wurde der Leichtbeton verteilt und abgezogen. „Die Verarbeitung des Leichtbetons verlief völlig problemlos“, berichtet Peer Müller.  Die maximale Schichtdicke des Liapor-Leichtbetons beträgt an den Bogenrändern 1,50 Meter und läuft zum Scheitel jeweils auf einige Zentimeter aus. Darauf konnte dann direkt ein neuer Überbau hergestellt werden und darauf kam der neue Fahrbahnbelag mit Abdichtung, Schutzschicht und Deckschicht. Damit ist das Bauwerk vor Oberflächenwasser, Frost und Tausalz ebenso geschützt wie vor der mechanischen Beanspruchung durch den Verkehr. Anfang 2021 war die Sanierung der Brücke abgeschlossen und seitdem ist das historische Bauwerk nicht nur wieder voll einsatzfähig, sondern auch fit für die Zukunft

Weitere Informationen

zum Unternehmen, Anwendungen und Produkten erfahren Sie auf www.liapor.com

WSP nutzt innovative 3D-Modellierung, um den Entwurf des symbolträchtigsten Wolkenkratzers von London zu optimieren

Die RAM-Software von Bentley Systems bietet innovative Lösungen zur Tragwerksplanung für die einzigartige Geometrie des Turms One Blackfriars

One Blackfriars ist ein Mehrzweckgebäude in London, das 274 Appartements und ein mehrstöckiges Penthouse umfasst. WSP nutzte RAM Concept, um die Bodenplatten für dieses geometrisch komplexe Gebäude zu entwerfen. Mithilfe von MicroStation nutze das Designteam 3D-Modelle gemeinsam und erstellte Entwurfszeichnungen automatisch, was die Zusammenarbeit erleichterte.

Mehr Informationen auf www.bentley.com

Anzeige

Karriere im Brandschutz – jetzt weiterbilden!

Anzeige_im_Advertorial.jpg
Bild_Saal_5.jpg

Sachverständigentage Brandschutz am 15./16.11.2021
Die Brand­schutz­branche trifft sich und wir freu­en uns auf ein Wie­der­sehen - in Dres­den oder On­line. Er­le­ben Sie ein ab­wechs­lungs­rei­ches Fach­pro­gramm mit pra­xis­ori­en­tie­rten Vor­trä­gen und in­ten­si­ven Dis­kus­sionen. Es er­war­ten Sie Lö­sungs­an­sätze für Pla­nung und Aus­führung sowie ein Au­sblick auf neue Ent­wick­lun­gen. Tref­fen Sie Ihre Fach­kol­legen und kom­men Sie mit­ein­an­der ins Ge­spräch.
Jetzt teilnehmen!

 
TNGruppeDiskussionamPlan_3.jpg

Berufsbegleitende Fachfortbildung
Er­wei­tern Sie Ihre Fach­ken­ntnis­se für eine Tä­tig­keit als Fach­planer, Sach­ver­stän­di­ger oder Fach­bau­lei­ter im Brand­schutz. EIPOS bie­tet bun­des­weit Wei­ter­bil­dun­gen im vor­beu­gen­den, ge­bäu­de­tech­ni­schen und aus­führ­en­den Brand­schutz und einen Ma­ster­stu­dien­gang.
Überblick EIPOS-Qualifizierungen im Brandschutz

 
EIPOS-Laptop_Online.jpg

Seminare – Präsenz & Online 
Ver­tie­fen Sie ge­zielt Ihr Brand­schutz­fach­wis­sen – in ganz­tä­gi­gen Se­mi­na­ren oder zwi­schen­durch in ein- bis zwei­stün­di­gen Se­mi­nar­ein­hei­ten zu Spe­zial­the­men. Sie haben die Wahl:  vor Ort an ei­nem un­se­rer bu­ndes­wei­ten Ver­an­stal­tungs­orte oder on­line von Ihrem Büro aus.
Seminare zum Wissens-Update

 

Anzeige

PROJEKT PRO – einfach arbeiten!

ERW_20211001_Hauptbild_DIB_Advertorial_320px_breit.jpg
20211001_Detailbild_1_DIB_Advertorial_180x180px.jpg

5 Don'ts der Digitalisierung und wie Sie diese vermeiden
Viele Un­ter­neh­men stehen aktuell vor der Ent­schei­dung, wie ihre Stra­te­gie für die di­gi­ta­le Zu­kunft aus­sehen soll. Wir haben Ihnen fünf große Don’ts der Di­gi­ta­li­sie­rung zu­sam­men­ge­fasst, die auch für die Bau­branche gel­ten und ge­ben Ihnen Tipps, wie Sie es bes­ser machen.

 
20211001_Detailbild_2_DIB_Advertorial_180x180px.jpg

Qualitätsmanagement im Bauwesen birgt viele Vorteile
Mit einem guten Qua­li­täts­ma­na­ge­ment kön­nen Sie Ihre Auf­trags­chan­cen stei­gern und gleich­zei­tig durch opti­mier­ten Res­sour­cen-Ein­satz Ihre Kos­ten re­du­zieren. Was macht opti­mal­es Qua­li­täts­man­age­ment aus und wel­che Hilfs­mit­tel un­ter­stüt­zen Sie bei der Ziel­er­reich­ung?

 
20211001_Detailbild_3_DIB_Advertorial_180x180px.jpg

Controlling und Management für bessere Workflows
PROJEKT PRO un­ter­stützt Pla­nungs­bü­ros mit spe­ziell ent­wick­el­ter Con­trol­ling- und Man­age­ment-Soft­ware. PROJEKT PRO hat auch für Sie das rich­ti­ge Pro­dukt, um Ihre Work­flows zu ver­bes­sern und die Ef­fi­zienz Ihres Un­ter­neh­mens zu stei­gern. Jetzt ken­nen­ler­nen.