Grundschule Meißen: Hochwertiger Neubau in Modulbauweise

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Die "Himmelblaue" nennen die Meißener ihre kürzlich eingeweihte "4. Grundschule". Der Neubau verdankt seine Sympathien aber nicht nur der fröhlich frischen Fassadenfarbe, die ihn bewusst von der Umgebungsbebauung abhebt, sondern vor allem der Tatsache, dass er dringend benötigt, sehnlichst erwartet und schließlich – der ALHO Modulbauweise sei Dank – pünktlich zum neuen Schuljahr 2019/20 fertiggestellt werden konnte.

Wie überall in Deutschland herrscht auch im Freistaat Sachsen ein wachsender Sanierungsbedarf bei den Bestandsschulen. Auf der linken Elbseite der Stadt Meißen befindet sich mit der Questenberg-Grundschule eine solche Bestandsschule, über deren alsbaldige Sanierung und Erweiterung mehrere Jahre diskutiert wurde.

Die nunmehr dringend gewordene Maßnahme ist jedoch nur mit einer vollständigen Auslagerung der Schulkinder umsetzbar. Aus diesem Grund wurde beschlossen, in möglichst kurzer Planungs- und Bauzeit eine geeignete Einrichtung zu schaffen. Da künftig mit einer wachsenden Schülerzahl in Meißen gerechnet wird, investierte die Kommune – statt in ein nur temporär genutztes Ausweichgebäude – gleich in einen vollwertigen Schulneubau. Bereits nach den Sommerferien sollte er zur Verfügung stehen.

Ein enger Terminplan – doch wie gemacht für die ALHO Modulbauweise! Von der Auftragserteilung bis zur Übergabe vergingen nur neun Monate. Keine 15 Wochen dauerte die Modulmontage vor Ort. Derzeit ist das Gebäude noch in Doppelnutzung in Betrieb, denn auch eine erste Klasse der neuen "4. Grundschule" hat bereits hier Einzug gehalten. Ab 2021 ist dann der reguläre Schulbetrieb als zweizügige Grundschule mit Hortnutzung geplant. Auf insgesamt 3.000 Quadratmeter Schulfläche haben nun 230 Jungen und Mädchen sowie 20 Lehrer und elf Hortpädagogen ausreichend Platz zum lebensnahen Lernen und Erziehen.


Planer und Unternehmen aus der Region

Zusammen mit dem in Meißen ansässigen Architekturbüro Thomas Bretschneider sowie regionalen Fachplanern und Unternehmen hat ALHO das Gebäude geplant und realisiert. Das 8.000 Quadratmeter große Baufeld im Ortsteil Bohnitzsch liegt inmitten heterogener Wohnbebauung. Der kompakte dreigeschossige Gebäuderiegel entlang der Straße und die rückwärtig angeordnete Sporthalle schließen einen optisch wie akustisch von den Wohngebäuden abgeschirmten Schulhof ein. Die Schulhaus-Fassaden bilden die dahinterliegenden Raumnutzungen nach außen hin ab: große Fenster für die Unterrichtsräume, kleine Öffnungen in den Nebenraumzonen.

Im Bereich des vollverglasten Treppenhauses sorgen feststehende Lamellen für einen permanenten Sonnenschutz und setzen einen gestalterischen Akzent.


Viele Vorteile mit der Modulbauweise

Mit der Planung von Modulgebäuden selbst hatten weder die Stadt Meißen als Bauherrin noch das Architekturbüro Erfahrung. "Der größte Vorteil des modularen Bauens lag für uns in der schnellen Realisierung des Projektes", sagt Ronny Moll vom Stadtbauamt Meißen. "Außerdem war ALHO als Generalunternehmer(GU) attraktiv, weil so die Koordination der Fachingenieure und Gewerke durch einen zuverlässigen Partner garantiert war. Gerade jetzt, wo die Auftragsbücher der Baufirmen übervoll sind und termingerechte Verfügbarkeiten schwer zu realisieren sind, war diese Unterstützung sehr hilfreich", so Ronny Moll weiter.
Und auch Thomas Bretschneider sieht für sich als Architekten durchaus Vorteile im Bauen mit seriell vorgefertigten Modulen: "Auch kleinere Architekturbüros können mit der Modulbauweise relativ große und komplexe Projekte planen und umsetzen. Die Zusammenarbeit gibt Sicherheit hinsichtlich des Projektverlaufes, sowie der Planung von Bürokapazitäten."


Zeitersparnis in vielen Leistungsphasen

Da bereits im Stadium des Vorentwurfs feststand, dass die Schule ein Modulgebäude werden sollte, konnte Bretschneider schon sehr frühzeitig die online verfügbaren Planungsunterlagen verschiedener Anbieter z.B. hinsichtlich der technologisch und transporttechnisch möglichen Modulraster, der maximalen Spannweiten und auch typische Details und Konstruktionen der Gebäudehülle in seine Planung mit einbeziehen. Die Ausschreibung wurde dann als GU-Angebot mit funktionaler Leistungsbeschreibung durchgeführt, wodurch die Aufgliederung in einzelne Gewerke entfiel. „Der Planungsaufwand der Ausführungsplanung war somit wesentlich geringer als bei Projekten in konventionellen Bauweisen“, erläutert Architekt Bretschneider. ALHO konnte schließlich als attraktivster Anbieter den Auftrag für sich gewinnen.


Umfassendes Raumprogramm auf drei Etagen

Dem Entwurf liegt das Musterraumprogramm der Stadt Dresden für Grundschulen zu Grunde. Außerdem wurde das Leitungsteam der Questenberg-Grundschule in die Entwurfsüberlegungen mit einbezogen. Zur baulichen Umsetzung pädagogischer Leitlinien gab es im Vorfeld noch keine expliziten Vorgaben seitens der Stadt Meißen, da das endgültige pädagogische Konzept erst nach und nach unter Einbindung der Eltern entwickelt werden soll.
Dementsprechend flexibel nutzbar und vielseitig musste der Grundriss sein: Das Schulhaus wird über ein großzügiges Foyer mit Haupttreppenhaus und Aufzugsanlage erschlossen. Das erforderliche zweite Treppenhaus befindet sich an der Stirnseite des Gebäudes im Norden.
Zwei unterschiedlich tiefe Raumachsen, die über einen Mittelflur erschlossen werden, der sich je Geschoss zu zwei Aufenthaltsbereichen erweitert, gliedern den Baukörper. Dabei sind die Unterrichtsräume in der breiteren Spange zum Schulhof hin orientiert – gegenüber den eher kleinteiligen Sanitär-, Funktions- und Personalräumen. Die bevorzugt für den Hort zu nutzenden Flächen, sowie der Speiseraum mit Ausgabeküche befinden sich im Erdgeschoss, mit Blickbeziehung und direktem Zugang zum Schulhof.
Insgesamt acht Klassenräume mit Garderoben- und Nebenräumen haben in den beiden Obergeschossen Platz. Fachräume für Musik, Werken, Kunst und Informatik, Archiv und Bibliothek ergänzen das Raumprogramm zusammen mit Personalräumen für das Kollegium, die Schulleitung, die Sozialarbeiter sowie die Elternvertretung. Ein sogenannter „Differenzierungsraum“ ermöglicht gruppenübergreifende Didaktik, um auf individuelle Interessen, Begabungen und Neigungen der Schüler eingehen zu können.


Ziel erreicht!

"Die wohl wichtigste Vorgabe war, den Neubau mit der erforderlichen Funktionalität unter Einhaltung der Bauzeit und Kostengrenze zu realisieren", so Thomas Bretschneider.
"Die präzise Vorfertigung der 57 Module im Werk, die im Prinzip der Rohbauphase beim konventionellen Bauen entspricht, jedoch jahreszeitlich unabhängig und unter definierten klimatischen Bedingungen stattfinden kann, hat zum Erreichen unseres Ziels wesentlich beigetragen", erklärt der Architekt weiter.
"ALHO konnte den Entwurf nahezu deckungsgleich in die eigene Modulbauweise übersetzen und hat sich exakt an das vom Architekten vorgegebene Material- und Farbkonzept gehalten. So haben wir genau das Gebäude bekommen, das wir uns wünschten", heißt es aus dem Stadtbauamt. Thomas Bretschneiders Fazit: "Ich würde jederzeit wieder mit ALHO ein Modulbauprojekt umsetzen und kann dies potenziellen Auftraggebern ebenfalls empfehlen."

Weitere Informationen

ALHO – Anbieter und Hersteller im Modulbau: www.alho.com

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