Porenbeton – neues Kompendium zum baulichen Schallschutz

Bundesverband Porenbeton e.V.

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Der neu verfasste Porenbeton-Bericht 27 „Schallschutz mit Porenbeton“ in 1. Auflage beschreibt, wie die Anschlüsse zu monolithischem Mauerwerk aus hoch wärmedämmenden Porenbetonbauteilen schallschutztechnisch zu bewerten sind.

Bauen mit Porenbeton

Lärmbelästigungen stören mindestens das Wohlbefinden und können im schlimmsten Fall krank machen. Immer mehr Planer und Bauunternehmer engagieren sich deshalb dafür, konstruktiv und durch eine besonders gewissenhafte Ausführung die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass nicht nur die bauaufsichtlich geforderten Schalldämmwerte erreicht, sondern übertroffen werden.

Mit 40 Seiten präsentiert sich die Druckversion des neuen Kompendiums als besonders kompakte Informationsquelle für diejenigen, die sich in der Planungsphase mit den Anforderungen und den schallschutztechnischen Nachweisen von Bauteilen befassen. Architekten, Fachplaner, Studierende und Bauausführende finden ebenso nützliche wie praxisorientierte Informationen zum Schallschutz mit Wandkonstruktionen aus Porenbetonmauerwerk. Anhand von konkreten Berechnungsbeispielen für die relevanten Bauteile im Mehrfamilienhaus sowie Einfamilien-Reihenhaus oder Doppelhaus wird in verständlicher Weise die schallschutztechnische Nachweisführung erläutert.

Schallschutzanforderungen im Überblick

Bauliche Anlagen sind gemäß § 3 und § 15 Absatz 2 der Musterbauordnung (MBO) so zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass sie einen ihrer Nutzung entsprechenden Schallschutz haben. Gemäß den jeweiligen Landesbauordnungen (LBO) und den dazugehörigen Verwaltungsvorschriften Technische Baubestimmungen (VV TB) der Bundesländer ist dabei die DIN 4109-1 „Schallschutz im Hochbau – Teil 1: Mindestanforderungen“ einzuhalten. Eine rechtssichere Planung des baulichen Schallschutzes z. B. von Mehrfamilienhäusern und zwischen Einfamilien-Reihenhäusern oder Doppelhäusern basiert auf den Schallschutzanforderungen für die Luftschall- und Trittschalldämmung an Bauteile gemäß DIN 4109-1 (Mindestanforderungen) und DIN 4109-5 (erhöhte Anforderungen). Kapitel 2 des neuen Schallschutz-Kompendiums führt diese tabellarisch auf. Ergänzt werden die Angaben durch die Zuordnung der maßgeblichen Außenlärmpegel zu den Lärmpegelbereichen gemäß DIN 4109-1.

Grundlagen des Schallschutzes

Im Kapitel 3 des „Porenbeton-Berichts 27“ werden die Rechenverfahren zur Ermittlung des Einflusses von Direkt- und Flankendämmung sowie der Stoßstellendämm-Maße auf die Luftschalldämmung von Wandkonstruktionen aus Porenbetonmauerwerk dargestellt. In der Praxis häufig unterschätzt werde nämlich, in welchem Umfang diese durch die Flankenübertragung bestimmt wird und wie groß das Ausmaß der möglichen Schallübertragung über direkt anschließende Bauteile ist, erklärt hierzu Petra Lieback, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Porenbetonindustrie e.V. Die messbare Lautstärke eines Geräusches z. B. aus einer Nachbarwohnung resultiere in der Regel nicht allein aus dem Direktschalldämm-Maß Rw des Trennbauteiles Wand oder Decke. Vielmehr seien häufig die Schalldämm-Maße der Stoßstellen zu den angrenzenden Bauteilen maßgebend für die Schalldämmung des gesamten Bauteils. Sie müssen deshalb bei Berechnung und Planung des baulichen Schallschutzes angemessen berücksichtigt werden.

Ausführlich dargestellt werden im Kapitel 3 auch die Rechenverfahren für den Nachweis der Luftschalldämmung gegen Außenlärm sowie für die Trittschalldämmung von Bauteilen. Aufgrund der hohen Relevanz im Neubau wird hier speziell das Rechenverfahren zur Ermittlung der Luftschalldämmung zweischaliger Haustrennwände aus Porenbetonmauerwerk gemäß DIN 4109-2 erläutert, wie sie zwischen Einfamilien-Reihenhäusern oder Doppelhäusern auszuführen sind.

Berechnungsbeispiele für verschiedene Gebäudetypen

Verschiedene Berechnungsbeispiele mit Wandkonstruktionen aus Porenbetonmauerwerk zeigen, dass in einem Mehrfamilienhaus sowohl die Mindestanforderungen als auch die erhöhten Anforderungen einer einschaligen Wohnungstrennwand (z. B. einer 240 mm dicken Wohnungstrennwand aus Kalksandsteinmauerwerk) mit dem flankierenden Bauteil „einschalige Außenwand aus Porenbetonmauerwerk“ erfüllt werden können. Gleiches gilt für den Nachweis der Luft- und Trittschalldämmung einer Wohnungstrenndecke zweier übereinander liegender Eckräume. Auch der Nachweis der Luftschalldämmung eines Außenraumes gegen Außenlärm kann mit der einschaligen Außenwand aus Porenbetonmauerwerk in Abhängigkeit vom Außenlärmpegelbereich erbracht werden.

Ab sofort auch zum Download

Der „Porenbeton-Bericht 27“ ist auch auch als PDF zum Download auf der Website des Bundesverbandes www.bv-porenbeton.de eingestellt.

Gegen eine Schutzgebühr von 6,00 Euro kann das neue Schallschutz-Kompendium  auch beim Bundesverband Porenbetonindustrie e.V. in Berlin bestellt werden.