Zwischenbilanz zum „Seriellen und modularen Wohnungsbau“

BMI

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Als ein Baustein der Wohnraumoffensive von Bund, Ländern und Kommunen soll das serielle und modulare Bauen die schnelle und kostengünstige Schaffung von Wohnraum gerade in Ballungsräumen ermöglichen.

Am 19. März 2021 fand die „Zwischenbilanz zur Förderung serieller und modularer Bauweisen im Rahmen der Wohnraumoffensive“ als Online-Format statt. Gastgeber waren das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Eröffnet wurde die Veranstaltung durch ein Grußwort der Staatssekretärin Anne Katrin Bohle.

Impulsbeiträge zum Zwischenstand der Evaluierung von Michael Neitzel (InWIS), zur Perspektive der Wohnungswirtschaft von Axel Gedaschko (GdW) sowie zu den Aktivitäten der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben von Thies Langholz (BImA) leiteten die Podiumsdiskussion ein. Gemeinsam mit Barbara Ettinger-Brinckmann (BAK) und Hilmar von Lojewski (Deutscher Städtetag) wurde die Frage „Was brauchen die Bauweisen in den Kommunen?“ diskutiert.

Im weiteren Teil der Veranstaltung folgten Impulsbeiträge von Prof. Dr.-Ing. Jutta Albus (TU Dortmund) zur integralen Planung und Produktion, von Felix Pakleppa (ZDB) zum Bauen für die Zukunft sowie zum neuen Bundesförderprogramm „Serielle Sanierung“ von Dr.-Ing. Alexander Renner (BMWI). In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde die Fragestellung „Was braucht Serielles und modulares Bauen in den nächsten Jahren?“ unter Teilnahme von Marcus Becker (HDB) beleuchtet.

Die Beiträge zeigten, dass serielles und modulares Bauen viele Vorteile hinsichtlich Planbarkeit und Nachhaltigkeit bieten kann. Die Digitalisierung kann eine Chance sein, die Schnittstellen zwischen Prozessen und beteiligten Akteuren optimal zu nutzen. Die Vorbehalte gegenüber der Bauweise lassen sich mit gut gebauten Beispielen reduzieren, hierbei steht die gestalterische Qualität nicht im Widerspruch mit der Bauweise.

Über alle Beiträge hinweg wurde deutlich, dass mit seriellem und modularen Bauen insbesondere die Errichtung qualitativ hochwertiger Gebäude in Verbindung mit kurzen Baustellenzeiten möglich ist. Es bedarf jedoch weiterer Anstrengungen, um die Vorteile des seriellen und modularen Bauens in der Breite zu verankern und die Bauweise im Wohnungsbau stärker zu etablieren. Mit der Förderrichtlinie „Serielle Sanierung“ wird diese Bauweise auch für die energetische Sanierung des Gebäudebestandes etabliert. Künftig muss es verstärkt darum gehen, das serielle und modulare Bauen als ein dem klassischen Bauverfahren ebenbürtigem Bauverfahren zu entwickeln. Dazu sind die verordnungstechnischen Randbedingungen weiter zu entwickeln, um die Konkurrenzfähigkeit des „Seriellen und modularen Bauens“ weiter zu stärken.

Weitere Informationen

Eine Dokumentation der Veranstaltung inklusive Mitschnitt und Filmbeitrag werden hier eingestellt: www.zukunftbau.de/kb/zwischenbilanz2021

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