Besondere Anforderungen an Design und Schallschutz

Neubau einer Kunst- und Musikschule in Monheim am Rhein

Deutsches Ingenieurblatt 10/2018
Baukultur
Ziel des Entwurfes für die neue Kunst- und Musikschule in Monheim war, dass das äußere Erscheinungsbild auf den Nutzen des Gebäudes schließen lässt. So sind die Fenster analog einer Klaviertastatur angeordnet und die vorherrschenden Materialien lassen auf Blechblas- und Holzinstrumente schließen. Ein besonderes Augenmerk galt außerdem dem Schallschutz.

Zentral zwischen den Metropolen Düsseldorf und Köln, direkt am Rhein gelegen, ist Monheim ein attraktiver Wohnort für Jung und Alt. Um kontinuierlich an einem ansprechenden Stadtbild zu arbeiten, wird unter anderem in die Verbindung zwischen Stadtmitte und Rheinpromenade investiert. Ein Vorzeigeprojekt, das 2015 fertiggestellt wurde, ist die neue Kunst- und Musikschule am belebten Berliner Ring. Früher räumlich getrennt und teilweise provisorisch in Containern untergebracht, sollte der musischen Jugend nun ein Neubau zur Verfügung gestellt werden, denn das Leitbild der Bildungseinrichtung ist es, durch kulturpädagogisches Handeln die Lebensqualität  der Bürger ein Stück weit zu verbessern. Umgesetzt wurde dazu ein Entwurf des Kasseler Architekturbüros HHS Planer + Architekten, welches als Sieger aus einem Architekturwettbewerb  hervorging.

Im äußeren Erscheinungsbild spiegelt sich die Musik
Auf insgesamt 2.300 Quadratmetern befinden sich nun 15 Musik- und Kunstunterrichtsräume, zwei Proberäume für Bands und Schlagzeuger,  ein Tanzraum und ein Veranstaltungsraum mit Tonstudio. Doch bei all der Musik, Kunst und Kultur dringt kaum ein Ton nach außen. Dabei lässt das äußere Erscheinungsbild auf den Nutzen des Gebäudes schließen: Um Tasteninstrumente  darzustellen, wurden die schmalen Fenster in der Fassade analog einer Klaviertastatur angeordnet. Die in der Fassade verwendeten Materialien erinnern an weitere Musikinstrumente. So wird das goldfarbene Metall mit Blechblasinstrumenten assoziiert und wetterbeständiges Holz zeigt die Verbindung zu den Holzinstrumenten auf. 

Die Fensterelemente des Systems „heroal W 72“ ließen sich durch die modulare Systembauweise  in die Fassadenlösung „heroal C 50“ in Pfosten-Riegel-Bauweise integrieren. Das System erfüllt die Ansprüche an eine effektive  ärmedämmung und das bei einer filigranen Ansichtsbreite von 50 Millimetern. Die verbauten Fenster mussten millimetergenau montiert werden, da die vorgefertigten, teilweise bis zu 11 Meter langen Blechpaneele keine Toleranzen zuließen. Als Türsystem kam das Produkt „heroal D 72“ zum Einsatz, das einer hohen Frequentierung standhält – ein Aspekt, der bei öffentlichen Gebäuden nicht außer Acht gelassen werden sollte.

BAUTAFEL
Bauherr: Stadt Monheim 
Planer/Architekten: HHS Planer + Architekten, Kassel
Fassadenbau: Michael Schlenter u. Wilfried Willemsen, TPM GmbH 
Fertigstellung: 2015 

Anzeige

Jetzt HDI Ingletter lesen!

HDI_INGLetter_Mai_2022_HB.png
HDI_INGLetter_Mai_2022_DB1.png

Die Haftung von Architekten...
In­ge­nieu­ren und Bau­un­ter­neh­mern für Drit­te und Em­bar­gos
Durch bei­spiels­weise Em­bar­gos bzw. San­ktio­nen also mit­tel­bar­en Ein­grif­fen durch den Staat, die EU oder an­de­re sup­ra­na­tio­na­le In­sti­tu­tio­nen als Drit­tem in das Bau­vor­ha­ben während der Pla­nungs- oder Aus­führ­ungs­pha­se kann es zu Haft­ungs­fra­gen kom­men. In diesem Zu­sam­men­hang sol­len Fra­gen zur Haf­tung des Bau­plan­ers und eine mö­gli­che Haf­tung des Bau­un­ter­nehm­ers näh­er be­leuch­tet wer­den.

 
HDI_INGLetter_Mai_2022_DB2.png

Datenschutz...
im digitalen Zeitalter

Die Er­fas­sung und Spei­che­rung von Kun­den­da­ten, die Ver­sen­dung von E-Mails, die Nut­zung di­gi­ta­ler Ar­beits­met­ho­den wie Buil­ding-In­for­ma­tions-Mode­ling (BIM) und Droh­nen, die Durch­füh­rung von Web-Mee­tings und Home-Of­fi­ce ge­hö­ren zur täg­li­chen Ar­beit. Da­mit sind zwangs­läu­fig auch Haft­ungs­ri­si­ken ver­bun­den, die zu Da­ten­ver­än­de­run­gen oder Da­ten­be­hin­der­un­gen bei Drit­ten führ­en.

 

Ähnliche Beiträge