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Mit Programmen für die Berechnung der Lebenszykluskosten können Gebäude und Anlagen ganzheitlich geplant werden – Die Planung, Realisierung, Nutzung und Demontage von Gebäuden und haustechnischen Anlagen generiert Kosten, aber auch Energie- und Materials

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Deutsches Ingenieurblatt 07-08/2012
Mit Programmen für die Berechnung der Lebenszykluskosten können Gebäude und Anlagen ganzheitlich geplant werden – Die Planung, Realisierung, Nutzung und Demontage von Gebäuden und haustechnischen Anlagen generiert Kosten, aber auch Energie- und Materialströme – mit entsprechenden Folgen für die Umwelt. Die Software für die Berechnung der Lebenszykluskosten (Life Cycle Costing, kurz: LCC) berücksichtigt deshalb ökonomische und ökologische Aspekte, und sie ermöglicht so eine ganzheitliche Bewertung mehrerer Entwurfsmöglichkeiten. Sie ist, wie der folgende Beitrag zeigt, besonders gut für Vergleichsbetrachtungen von Produkt-, Anlagen- oder Gebäudevarianten geeignet. Im Hinblick auf “weiche” Bewertungskriterien, wie sie auch in die Nachhaltigkeitsberechnungen einfließen müssen, stoßen LCC-Programme allerdings an Grenzen.

Wie sichtbar nur die Spitze eines Eisbergs aus dem Wasser ragt, so ragen sichtbar aus der Summe aller Kosten für Gebäude nur die 15 Prozent reinen Investitionskosten heraus; 85 Prozent der Kosten, das sind die Nutzungskosten, bleiben also unsichtbar.
Schon in den 60er-Jahren entstand deshalb unter anderem in der Bau- und Immobilienbranche die Idee, für große und langfristige Investitionen eine am Lebenszyklus orientierte Kostenberechnung und -bewertung einzuführen. Die Kostenmanagement-Methode „Life Cycle Costing“ (kurz: LCC) war geboren.
Diese „Lebenszykluskostenrechnung“ betrachtet ein Produkt konsequent unter dem Kostenaspekt – von der ersten Idee bis zur Entsorgung...

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