EDITORIAL

Ganz miserabel...

Exklusiv
Deutsches Ingenieurblatt 04/2012
Ganz miserabel...

…sieht die Quote aus, nach der die energetische Modernisierung unseres Gebäudebestandes bemessen wird. Nur ein Prozent aller Gebäude, haben Fachleute errechnet, wurden bisher jedes Jahr energetisch saniert. In diesem Tempo dauert die Gesamtsanierung siebzig Jahre. Drei Prozent hatte die Bundesregierung demgegenüber einmal angepeilt und deshalb 2009 ihrer Energieeinsparverordnung den Auftrag erteilt, diese drei Prozent bis 2050 zu erreichen. Das wird wohl nicht klappen, denn die EnEV ist nicht fähig, ihres hohen Amtes gebührend zu walten. Zu starr, so sagen die Fachleute, seien ihre Vorgaben, nicht spezifisch genug anwendbar und deshalb unter’m Strich nicht wirtschaftlich und damit auch nicht nachhaltig genug. Die dicken Mäntel und Mützen, die den Gebäuden von der EnEV verpasst werden, verunstalten nicht selten deren äußere Optik; Fenster sind oftmals die Folge, die wie Schießscharten wirken Außerdem kommt erschwerend hinzu, dass viele Dämmdicken aufwendige bauliche Details nötig machen und obendrein auch noch die Installation mannigfacher haustechnischer Anlagen. Kein Wunder, dass die Eigentümer zögern, Modernisierungen in Angriff zu nehmen. Sie wissen einfach nicht, was letztlich dabei für sie herausspringt…

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