Brennende Windräder

Vorbeugender Brandschutz: unterirdisch Löschwasser vorhalten

Exklusiv
bauplaner 5/2021
Brandschutz

Windenergieanlagen (WEA) brennen selten. Falls es doch geschieht, wird es für Immobilien oder Waldflächen in der Umgebung gefährlich, denn an exponierten Standorten fehlt meist das Löschwasser. Kommunen können im Einzelfall ein Reservoir einfordern.

Auf dem Höhenzug des Langenhard im badischen Lahr brannte am 8. Februar 2019 zum zweiten Mal ein Rotorblatt nach einem technischen Defekt im Generatorhaus. Der großen Höhe wegen konnten die Feuerwehren aus Lahr und Seelbach auch diesmal wie am 25. September 2013 nichts anderes tun, als das Windrad „kontrolliert abbrennen“ zu lassen und mit der Polizei die Umgebung abzusperren. Es galt, einen Waldbrand zu verhindern. Nach fünf Stunden, morgens gegen 8 Uhr, war das Feuer schließlich erloschen. Bis in 300 Meter Entfernung lagen Glasfaserteile am Boden. Mithilfe einer Wärmebildkamera wurde das Gebiet per Helikopter und Drohne weiträumig auf Glutnester abgesucht. Der Schaden betrug 2019 mehrere Hunderttausend Euro, 2013 sogar mehrere Millionen Euro, nachdem innerhalb einer Stunde eines der drei 38 m langen Rotorblätter in Flammen stand und mit seinen 9 t Gewicht in ein angrenzendes Waldstück fiel. Die Anlage wurde 2016 wieder aufgebaut. Drei Windräder stehen seit 2005 auf dem Langenhard bei Lahr. Der dortige Bautyp ist weltweit 800-mal errichtet worden.

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