Die Stadt als System

Ganzheitliche Planung nachhaltiger Städte

Exklusiv
green BUILDING 09/2012
„I believe we need a ‚Digital Earth‘. A multi-resolution, three-dimensional representation of the planet.“ [1] – Als der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat Al Gore 1998 diese These formulierte, war dies noch eine Vision. In Zeiten von Smart Phones, Google Earth und Facebook wird sie jedoch mehr und mehr zu Wirklichkeit. Dieser Artikel beschreibt die Potenziale einer vollständig digitalisierten und vernetzten Welt, die die Möglichkeit bietet, Teilsysteme wie Verkehr, Energie- und Stoffkreisläufe in Echtzeit analy­sieren und optimieren zu können. Das Ziel ist eine Stadt, die – durch die vollständige Schließung aller Energie- und Stoffkreisläufe – eine Symbiose mit der umgebenden Natur eingeht, keine Abfälle mehr erzeugt, sich selbst mit regenerativer Energie versorgt und gleichzeitig lebenswert ist.

Verfolgt man die Diskussion über nachhaltige Stadtplanung der vergangenen Jahre könnte man diese unter dem städtebaulichen Leitbild der Stadt München „Kompakt, Urban, Grün“ zusammen­fassen. So einfach und charmant dieses Leitbild auch ist – die Rea­lität ist weitaus komplexer (siehe Bild 1).

So entscheidet schon die Lage eines Stadtquartiers maßgeblich über die durch jeden Bewohner täglich zurück gelegten Entfer­nungen und damit über den Verbrauch der Ressourcen Zeit und Energie [2, 3, 4]...

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