Erreichen der Klimaschutzziele erfordert weitere Anstrengungen

Vergleich wissenschaftlicher Szenarien zur Entwicklung der deutschen Treibhausgasbilanz

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Vergleich wissenschaftlicher Szenarien zur Entwicklung der deutschen Treibhausgasbilanz

Ein von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) veröffentlichter Vergleich wissenschaftlicher Szenarien zur Entwicklung der deutschen Treibhausgasbilanz zeigt, dass deutlich größere Anstrengungen als bisher erforderlich sind, um die politisch gesteckten Klimaschutzziele bis 2020 und darüber hinaus zu erreichen. Setzt sich der bisherige Trend fort, wird es Deutschland nicht schaffen, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 zu verringern.

Die 22-seitige Metaanalyse „Klimaschutz und Treibhausgasemissionen in Deutschland“ hat das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien erarbeitet. Im Fokus stehen die Aussagen von insgesamt 11 Studien zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Darin vergleicht das ZSW die aktuellen Entwicklungstrends mit Szenarien, die sich an den bestehenden Klimaschutzzielen orientieren.

Die über den Ausstoß von Treibhausgasen hinaus analysierten Daten geben Hinweise zu den Ursachen für die beobachtete Entwicklung: So ist der Preis für den Ausstoß von Kohlendioxid im Rahmen des Emissionshandels viel zu niedrig und es wird zu viel Kohle verstromt. Bei der Entwicklung der Erneuerbaren Energien ist Deutschland im Stromsektor aktuell noch auf dem Zielpfad, aber perspektivisch reicht das Wachstum auch hier nicht aus, um die politischen Ziele zu erreichen. Erfolgreicher Klimaschutz setze eine konsequente Nutzung Erneuerbarer Energien in allen Sektoren voraus, so auch im Gebäude- und Verkehrssektor, eine stärkere Senkung des Energieverbrauchs sowie CO2-Preise, die die richtigen Investitionssignale liefere“, so AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer.

Auch der im Dezember 2014 veröffentlichte Fortschrittsbericht Energiewende der Bundesregierung geht davon aus, dass bis 2020 lediglich eine Minderung der Treibhausgasemissionen um 33 bis 34 Prozent erreicht wird und erhebliche zusätzliche Anstrengungen erforderlich sind. Um die Lücke von etwa 62 bis 100 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten zwischen den prognostizierten Emissionsminderungen und dem Ziel, 40 Prozent bis 2020 einzusparen zu schließen, hat die Bundesregierung im Dezember 2014 das Nationale Aktionsprogramm Klimaschutz und den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) verabschiedet. 

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