Tätigkeitsaufnahme trotz formeller Arbeitsunfähigkeit

Arbeitsunfähig oder arbeitsfähig?

Exklusiv
Deutsches Ingenieurblatt 7-8/2021
Finanzen, Management, Recht
Trotz Corona und seiner (Nach-)Wirkungen läuft es in der Baubranche gut, womit auch die Auftragslage der Ingenieurbüros meist sehr befriedigend ist. Verantwortungsbewusste arbeitsunfähige Mitarbeiter können ermessen, was an Mehrarbeit auf die verbleibenden Kollegen zukommt und/oder welche Aufträge sich durch ihren Ausfall verzögern. Engagierten Mitarbeitern fällt das Stillsitzen zuhause entsprechend schwer, nicht wenige möchten vor Ablauf der Krankschreibung ihre Arbeit wieder aufnehmen. Damit entsteht ein Spannungsfeld für den Büroinhaber – zwischen der willkommenen Einsatzbereitschaft und seiner Fürsorgepflicht

Zum Arbeitsleben gehört auch Arbeitsunfähigkeit. Kein Mensch kann stets seine volle Leistung erbringen. So betrug 2020 die Krankenrate ca. 5 %, bei 220 Arbeitstagen fällt damit jeder Arbeitnehmer (AN) im Durchschnitt zwei Wochen jährlich aus. „Arbeitsunfähig“ ist allerdings ein unklarer Begriff. Im Einzelfall fühlen sich Betroffene schon vor Beendigung  der bescheinigten Arbeitsunfähigkeit arbeitsfähig. Dann ist der Wille – vielleicht auch die Versuchung – groß, trotz Krankmeldung zur Arbeit zu erscheinen. Sicherlich ist dies im Einzelfall möglich, anderseits kann ein erkrankter Mitarbeiter normalerweise seine Arbeit nicht vollumfänglich ausführen, zumindest nicht in der erwarteten und gewohnten Qualität. Zudem besteht die Möglichkeit, sich selbst sowie die Kollegen und Vorgesetzten zu gefährden, indem er beispielsweise bei einer Infektionskrankheit andere ansteckt, durch eine verfrühte Wiederaufnahme der Arbeit seinen Heilungsprozess verzögert und im ungünstigsten Fall durch einen Rückfall die Gesundung auf unbestimmte Zeit verschiebt. Der Arbeitgeber (AG) gerät deshalb rasch in einen Interessenskonflikt. Einerseits wird jeder Mitarbeiter benötigt, anderseits ist „Fürsorgepflicht“ keine Phrase, sondern eine Verpflichtung. Im Einzelfall muss ein übereifriger Mitarbeiter vor sich selbst geschützt werden. 

-----

3 Seiten

Exklusiv

Download
Laden Sie sich diesen geschützten Artikel als Abonnent kostenlos herunter.

  • Einloggen und Artikel kostenlos herunterladen
  • 1,39 € *

Anzeige

Jetzt HDI Ingletter lesen!

HDI_INGLetter_Mai_2022_HB.png
HDI_INGLetter_Mai_2022_DB1.png

Die Haftung von Architekten...
In­ge­nieu­ren und Bau­un­ter­neh­mern für Drit­te und Em­bar­gos
Durch bei­spiels­weise Em­bar­gos bzw. San­ktio­nen also mit­tel­bar­en Ein­grif­fen durch den Staat, die EU oder an­de­re sup­ra­na­tio­na­le In­sti­tu­tio­nen als Drit­tem in das Bau­vor­ha­ben während der Pla­nungs- oder Aus­führ­ungs­pha­se kann es zu Haft­ungs­fra­gen kom­men. In diesem Zu­sam­men­hang sol­len Fra­gen zur Haf­tung des Bau­plan­ers und eine mö­gli­che Haf­tung des Bau­un­ter­nehm­ers näh­er be­leuch­tet wer­den.

 
HDI_INGLetter_Mai_2022_DB2.png

Datenschutz...
im digitalen Zeitalter

Die Er­fas­sung und Spei­che­rung von Kun­den­da­ten, die Ver­sen­dung von E-Mails, die Nut­zung di­gi­ta­ler Ar­beits­met­ho­den wie Buil­ding-In­for­ma­tions-Mode­ling (BIM) und Droh­nen, die Durch­füh­rung von Web-Mee­tings und Home-Of­fi­ce ge­hö­ren zur täg­li­chen Ar­beit. Da­mit sind zwangs­läu­fig auch Haft­ungs­ri­si­ken ver­bun­den, die zu Da­ten­ver­än­de­run­gen oder Da­ten­be­hin­der­un­gen bei Drit­ten führ­en.

 

Anzeige

va-Q-tec entwickelt Produkte auf Basis von Vakuumisolationspaneelen (VIPs), die eine hohe Isolierwirkung, enorm reduzierte Dammstärke und einen modularen Aufbau für verschiedene Größen und Formen bieten.

Sie sind besonders vorteilhaft, wenn nur wenig Platz für Dämmung zur Verfügung steht.

Ob bei der Dämmung von Dächern, Böden oder Balkonen sowie weiteren Innen- und Außendämmungen: Architekten und Planer können mit VIPs rund 80 % des Platzes einsparen.

Mehr Informationen auf va-q-tec.com

Ähnliche Beiträge