Untersuchung der Recyclingfähigkeit von Baustoffen

greenBUILDING
Forschung
Green Engeneering: Umwelt, Energie, Mensch
Baustoffe

Das Projekt KartAL III – Kartierung des anthropogenen Lagers III führte eine tiefgreifendende Analyse der Stoffströme und Verwertungswege von Baustoffen durch – das ifeu war hierbei für die Untersuchung von 9 mineralischen Baustoffen zuständig. Nun liegt der Abschlussbericht als UBA-Publikation vor und zeigt auf: Baumineralien weisen vielversprechende Ansätze für ein möglichst umfassendes Recycling auf. Um diese Potenziale zu heben, bedarf es jedoch noch erheblicher Bemühungen auf allen Akteursebenen.

Das anthropogene Lager in Deutschland wächst – Metalle und mineralische Baustoffe werden dem Lager zugeführt und dort genutzt. Mit dem wachsenden Lager werden auch die Outputströme aus dem Lager in die Entsorgungswirtschaft zukünftig weiterwachsen.

Ziel des Projekts KartAL III war es, einen systematischen und partizipativen Beitrag zur Fortentwicklung der Kreislaufwirtschaft zu einer ressourcenschonenden Stoffstromwirtschaft zu leisten. Die im Fokus stehenden Materialien wurden auf ihre Recyclingfähigkeit untersucht. Welche Qualitäten müssen die Abfallfraktionen erreichen, um als Ersatz für Primärmaterialen dienen zu können? Welche Einsatzgebiete kommen für die aufbereiteten Baustoffe in Betracht? Für die Regionen Berlin und Kurpfalz wurden die Mengenströme modelliert, die dem anthropogenen Lager zugeführt und wieder entnommen werden.

Dabei erwies sich, dass eine Rückführung von Baustoffen aus dem anthropogenen Lager in den Wirtschaftskreislauf nicht ausreichend stattfindet. Das wertgebende Potenzial der verbauten Materialien wird nur unzureichend genutzt. Bei der Entsorgung steht häufig die schnelle und kostengünstige Entledigung der angefallenen Massen im Vordergrund. Für ein verstärktes Recycling und um die Potenziale aus dem anthropogenen Lager verstärkt zu heben und Primärrohstoffe in adäquatem Ausmaß einzusparen, müssen noch ehebliche Anstrengungen unternommen werden auf allen Ebenen – von Bauherren, Architekten, Bauträgern bis zur Abbruchwirtschaft und den Vollzugsbehörden.

Abschlussbericht – Ergebnisse und Handlungsansätze

Die wesentlichen Ergebnisse und Handlungsansätze des Projekts sind zusammengestellt im

Abschlussbericht unter www.umweltbundesamt.de

sowie in den beiden Leitfäden: