Wichtige Schutzeinrichtungen für sichere Elektroinstallationen

ELEKTRO+

Planung
In der Regel können elektrische Geräte und Anwendungen sicher und ohne Bedenken betrieben werden. Sobald ein Gerät defekt oder eine Leitung beschädigt ist, wird es allerdings schnell gefährlich für Haus und Bewohner. Daher ist es wichtig, rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen.

 „Für Sicherheit sorgt ein durchgängiges Schutzkonzept, bei dem die verschiedenen Komponenten optimal auf die Gefahrensituationen abgestimmt und miteinander koordiniert sind“, erklärt Johann Meints von der Initiative Elektro+. „Mit gewissem Aufwand lassen sich viele Schutzeinrichtungen auch in bestehenden Installationen nachrüsten und somit das Schutzniveau erhöhen. Besser ist jedoch eine von vorneherein stimmende Planung.“ Für die Planung und den fachgerechten Einbau sollten sich Bauherren und Modernisierer an einen qualifizierten Elektrofachbetrieb wenden.

LS-Schalter: Schutz vor Überlastung und Kurzschluss

Der Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) schützt Kabel, Leitungen und die angeschlossenen Geräte vor den Folgen einer Überlastung. Diese kann entstehen, wenn beispielsweise besonders viele Elektrogeräte oder solche mit hohem Stromverbrauch an einem Stromkreis gleichzeitig betrieben werden. Ein zu hoher Laststrom kann zum Überhitzen der Leitung führen, wodurch unmittelbare Schäden oder eine frühzeitige Alterung der Leitungsisolierung erfolgen können. Der LS-Schalter unterbricht die Stromzufuhr, noch bevor der zu hohe Strom Schaden anrichten kann. Im Falle eines Kurzschlusses erfolgt sofort die Auslösung des Schalters durch eine elektromagnetische Schnellauslösung.

FI-Schalter: Schutz vor Fehlerströmen und elektrischem Schlag

Sind elektrische Geräte oder Leitungen beschädigt, besteht die Möglichkeit, dass der Strom nicht durch die Leitung zurückfließt, sondern eigene Wege sucht. Im schlimmsten Fall über einen Menschen, der ein beschädigtes Gerät berührt. In diesem Fall fließt ein Fehlerstrom. Dieser wird vom Fehlerstromschutzschalter erkannt, der innerhalb von Millisekunden eine Abschaltung des Stromkreises bewirkt und so im Ernstfall Leben rettet. FI-Schalter sind daher für alle Stromkreise mit Steckdosen und/oder Beleuchtungsanschlüssen vorgeschrieben. FI-Schalter des Typs A bieten bei haushaltsüblichen Anwendungen ausreichenden Schutz vor Stromunfällen. Kommen elektrische Geräte mit Frequenzumrichter zum Einsatz, etwa Waschmaschinen, Heizungs- und Wärmepumpen oder Induktionskochfelder, können bei einer Störung oder einem Defekt Fehlerströme mit Mischfrequenzen auftreten. Hier empfiehlt es sich, einen FI-Schutzschalter Typ F einzusetzen. Dieser ist in der Lage, Fehlerströme mit Mischfrequenzen zu erfassen und zudem besonders unempfindlich gegenüber Stoßströmen, wie sie etwa bei Gewitter oder beim Einschalten bestimmter elektrischer Geräte vorkommen können.

Darüber hinaus gibt es den FI-Schutzschalter Typ B. Diese Geräte können neben den bereits beschriebenen Fehlerströmen auch Gleichfehlerströme erfassen und kommen zum Beispiel bei Photovoltaikanlagen oder Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge zum Einsatz.

FI/LS-Schalter: Kombinierter Schutz

Der FI/LS-Schalter ist eine Kombination aus Fehlerstrom- und Leitungsschutzschalter. Der kombinierte Schalter bietet gegenüber der herkömmlichen Installation von einem FI-Schalter mit mehreren nachgeschalteten LS-Schaltern, den Vorteil, dass bei einem Fehlerstrom nur der betroffene Stromkreis unterbrochen wird. Das kann zur Erhöhung der Verfügbarkeit der Elektroinstallation beitragen.

AFDD: Schutz vor Fehlerlichtbögen

Der AFDD, auch Fehlerlichtbogen-Schutzschalter genannt, schützt vor gefährlichen Fehlerlichtbögen. Diese können an lockeren Kontaktstellen von Klemmen oder Schadstellen von Leitungen entstehen. Die erhebliche, punktuelle Hitzeentwicklung belastet und beschädigt das umliegende Material im schlimmsten Fall derart, dass ein Brand ausgelöst werden kann. AFDDs können dies verhindern: Sie analysieren kontinuierlich das Frequenzbild des Stromes und schalten bei Auffälligkeiten den angeschlossenen Stromkreis ab.

Überspannungs-Schutzeinrichtungen

Sorgen im Rahmen eines abgestimmten Schutzkonzepts dafür, dass an sensiblen elektrischen Verbrauchern wie Computer, Heizungssteuerung oder Haushaltsgeräten keine Schäden bei Überspannungen verursacht werden und verhindern so Folgeschäden durch einen möglichen Ausfall. Eine Ursache für Überspannungen können beispielsweise Blitzeinschläge in naheliegende Energie- bzw. Signalleitungen sein. Als Schutzmaßnahme kommen verschiedene Geräte vom Typ 1, Typ 2 und Typ 3 zum Einsatz, die von der Einspeisung bis zur Steckdose in die Elektroinstallation integriert werden. Minimalanforderung ist der Einsatz eines Überspannungsschutzgerätes für die ins Gebäude eingeführten Stromversorgungsleitungen. Für ein umfassendes Schutzkonzept sollte gemeinsam mit dem Fachmann eine individuell abgestimmte Lösung gefunden werden.

Fazit

Nur die Kombination verschiedener Schutzeinrichtungen gewährleistet einen optimalen Personen- und Brandschutz. Damit Schutzeinrichtungen im Ernstfall auch einwandfrei funktionieren, sollten diese gemeinsam mit der Elektroinstallation regelmäßig von einem Elektrofachmann auf Funktion und Sicherheit überprüft werden.

Informationsplattform

Ein Fachmann in der Nähe ist über die Fachbetriebssuche auf der Website der Initiative Elektro+ zu finden: www.elektro-plus.com/fachbetriebssuche 

Anzeige

PROJEKT PRO – einfach arbeiten!

ERW_20211001_Hauptbild_DIB_Advertorial_320px_breit.jpg
20211001_Detailbild_1_DIB_Advertorial_180x180px.jpg

5 Don'ts der Digitalisierung und wie Sie diese vermeiden
Viele Un­ter­neh­men stehen aktuell vor der Ent­schei­dung, wie ihre Stra­te­gie für die di­gi­ta­le Zu­kunft aus­sehen soll. Wir haben Ihnen fünf große Don’ts der Di­gi­ta­li­sie­rung zu­sam­men­ge­fasst, die auch für die Bau­branche gel­ten und ge­ben Ihnen Tipps, wie Sie es bes­ser machen.

 
20211001_Detailbild_2_DIB_Advertorial_180x180px.jpg

Qualitätsmanagement im Bauwesen birgt viele Vorteile
Mit einem guten Qua­li­täts­ma­na­ge­ment kön­nen Sie Ihre Auf­trags­chan­cen stei­gern und gleich­zei­tig durch opti­mier­ten Res­sour­cen-Ein­satz Ihre Kos­ten re­du­zieren. Was macht opti­mal­es Qua­li­täts­man­age­ment aus und wel­che Hilfs­mit­tel un­ter­stüt­zen Sie bei der Ziel­er­reich­ung?

 
20211001_Detailbild_3_DIB_Advertorial_180x180px.jpg

Controlling und Management für bessere Workflows
PROJEKT PRO un­ter­stützt Pla­nungs­bü­ros mit spe­ziell ent­wick­el­ter Con­trol­ling- und Man­age­ment-Soft­ware. PROJEKT PRO hat auch für Sie das rich­ti­ge Pro­dukt, um Ihre Work­flows zu ver­bes­sern und die Ef­fi­zienz Ihres Un­ter­neh­mens zu stei­gern. Jetzt ken­nen­ler­nen.

 

Anzeige

Karriere im Brandschutz – jetzt weiterbilden!

Anzeige_im_Advertorial.jpg
Bild_Saal_5.jpg

Sachverständigentage Brandschutz am 15./16.11.2021
Die Brand­schutz­branche trifft sich und wir freu­en uns auf ein Wie­der­sehen - in Dres­den oder On­line. Er­le­ben Sie ein ab­wechs­lungs­rei­ches Fach­pro­gramm mit pra­xis­ori­en­tie­rten Vor­trä­gen und in­ten­si­ven Dis­kus­sionen. Es er­war­ten Sie Lö­sungs­an­sätze für Pla­nung und Aus­führung sowie ein Au­sblick auf neue Ent­wick­lun­gen. Tref­fen Sie Ihre Fach­kol­legen und kom­men Sie mit­ein­an­der ins Ge­spräch.
Jetzt teilnehmen!

 
TNGruppeDiskussionamPlan_3.jpg

Berufsbegleitende Fachfortbildung
Er­wei­tern Sie Ihre Fach­ken­ntnis­se für eine Tä­tig­keit als Fach­planer, Sach­ver­stän­di­ger oder Fach­bau­lei­ter im Brand­schutz. EIPOS bie­tet bun­des­weit Wei­ter­bil­dun­gen im vor­beu­gen­den, ge­bäu­de­tech­ni­schen und aus­führ­en­den Brand­schutz und einen Ma­ster­stu­dien­gang.
Überblick EIPOS-Qualifizierungen im Brandschutz

 
EIPOS-Laptop_Online.jpg

Seminare – Präsenz & Online 
Ver­tie­fen Sie ge­zielt Ihr Brand­schutz­fach­wis­sen – in ganz­tä­gi­gen Se­mi­na­ren oder zwi­schen­durch in ein- bis zwei­stün­di­gen Se­mi­nar­ein­hei­ten zu Spe­zial­the­men. Sie haben die Wahl:  vor Ort an ei­nem un­se­rer bu­ndes­wei­ten Ver­an­stal­tungs­orte oder on­line von Ihrem Büro aus.
Seminare zum Wissens-Update

 

WSP nutzt innovative 3D-Modellierung, um den Entwurf des symbolträchtigsten Wolkenkratzers von London zu optimieren

Die RAM-Software von Bentley Systems bietet innovative Lösungen zur Tragwerksplanung für die einzigartige Geometrie des Turms One Blackfriars

One Blackfriars ist ein Mehrzweckgebäude in London, das 274 Appartements und ein mehrstöckiges Penthouse umfasst. WSP nutzte RAM Concept, um die Bodenplatten für dieses geometrisch komplexe Gebäude zu entwerfen. Mithilfe von MicroStation nutze das Designteam 3D-Modelle gemeinsam und erstellte Entwurfszeichnungen automatisch, was die Zusammenarbeit erleichterte.

Mehr Informationen auf www.bentley.com